Europawahl: So hat Schleswig-Holstein gewählt

Von | 26. Mai 2014
Ergebnis Europawahl 2014

Vorläufiges Ergebnis für Schleswig-Holstein. Quelle: europawahl-sh.de

Europa hat gewählt und auch die rund 2,2 Millionen Wahlberechtigten in Schleswig-Holstein waren dazu aufgerufen, ihre Stimme für die Wahl zum Europaparlament abzugeben. Während in vielen Bundesländern zeitgleich Kommunalwahlen stattfanden, hieß es für die meisten Schleswig-Holsteiner: „Jeder nur ein Kreuz!“. Nur in einigen Kommunen wie Büsum und Eckernförde wurden Bürgermeisterwahlen und Bürgerentscheide abgehalten.

Ergebnis

Schleswig-Holstein 2014Veränderung zu 2009Schleswig-Holstein 2009Bundesergebnis 2014
CDU 34,4 % – 3,6 %-Pkt.37,9 %30,0 %
+ 5,3 % CSU
SPD 32,0 % + 7,4 %-Pkt.24,6 %27,3 %
GRÜNE 12,4 % – 1,1 %-Pkt.13,5 %10,7 %
FDP 3,7 % – 9,0 %-Pkt.12,7 %3,4 %
LINKE 4,5 % + 0,6 %-Pkt.3,9 %7,4 %
PIRATEN 1,5 % + 0,6 %-Pkt.0,9 %1,4 %
AFD 6,8 % –7,0 %

Die Wahlbeteiligung ist in diesem Jahr gestiegen. Beteiligten sich im Jahr 2009 nur 36,8 % der Wahlberechtigten an der Wahl, waren es in diesem Jahr 43,7 %. Bundesweit lag die Wahlbeteiligung bei 48,2 %.

Wie immer bei Wahlen liegen Gewinnen und Verlieren im Auge des Betrachters:

  • Die CDU hat das landesweit beste Ergebnis und liegt über dem Bundesergebnis – allerdings mit Verlusten gegenüber der letzten Europawahl.
  • Die SPD hat nach ihrem historisch schlechtesten Ergebnis bei dieser Wahl kräftig zugelegt. Bleibt aber hinter der CDU.
  • GRÜNE und LINKE halten in etwa ihr Niveau von 2009. Wobei die Grünen im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich und die LINKE unterdurchschnittlich abgeschnitten hat.
  • Bei der FDP setzt sich der Abwärtstrend der letzten Wahlen fort. Nicht einmal im Landesverband von Zugpferd Wolfgang Kubicki kamen die Liberalen auf einen grünen Zweig.
  • Die PIRATEN können nicht mehr an ihren Erfolg von der Landtagswahl 2012 anschließen. Damals gaben ihnen 8,2 % der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme. Selbst gegenüber ihrem 2 %-Ergebnis bei der Bundestagswahl im letzten Herbst haben sie noch einmal Zuspruch verloren.
  • Die AfD liegt im ganzen Land zwischen 5 und 7 %

Abgeordnete

Aus Schleswig-Holstein werden weiterhin Reimer Böge (CDU) und Ulrike Rodust (SPD) im Europaparlament sitzen. Auch der Niedersächsische Grüne Jan Philipp Albrecht, der seine Partei in Schleswig-Holstein mitvertreten hat, ist wieder im Parlament. Britta Reimers (FDP) war von ihrer Partei nur auf Platz 6 gesetzt worden und muss sich aus dem Parlament verabschieden. Neu dabei ist Ulrike Trebesius für die AfD.

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts war die 3%-Hürde für die Europawahl gefallen. Dadurch haben es neben den aufgeführten, noch ein paar weitere Parteien in das Europaparlament geschafft. Die Zahlen im Einzelnen gibt es detailliert und im Rohformat auf europawahl-sh.de.

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