Macht macht lernbereit

Wie Daniel Rettig bei alltagsforschung.de berich­tet, stei­gert Macht die Bereitschaft zu ler­nen. In der Studie geht es aller­dings nicht expli­zit um die Mächtigen in der Politik, son­dern um Führungskräfte in Unternehmen.

Offener Brief des Landeselternbeirats zu Stellenkürzungen an Schulen

Das Thema knappe Ressourcen an Schulen wird nach wie vor kri­tisch betrach­tet. Bisher haben vor allem Lehrkräfte und deren gewerk­schaft­li­chen Vertretungen vehe­ment dar­auf hin­ge­wie­sen, dass bei sich aus­wei­ten­den Arbeitsfeldern, wie Inklusion und gewünsch­ter Heterogenität sowie stei­gen­der Bürokratie für Lehrkräfte,  Kürzungen von Lehrerstellen nicht schlüs­sig erschei­nen und dass die meis­ten Schulen Schleswig-​​​​Holsteins nicht aus­rei­chend mit päd­ago­gi­schem Personal aus­ge­stat­tet sind.

Landtag stoppt Handy-​​Peilgeräte in Schulen

Vor fast genau einem Jahr habe ich hier im Landesblog etwas zum Einsatz von Handy-​​​​Peilsendern zur Über­wa­chung von Schülern geschrie­ben. Ich stand dem Vorhaben bzw. der Praxis einer Preetzer Schule kri­tisch gegen­über. Gestern hat sich der Schleswig-​​​​Holsteinische Landtag gegen den Einsatz der­ar­ti­ger Technik ausgesprochen.

SSW – Eine besondere Partei

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) ist als Regionalpartei der däni­schen und national-​​​​friesischen Minderheit eine Besonderheit im deut­schen Parteiensystem. Er ist als Minderheitenpartei seit 1953 bei Bundestagswahlen (zu denen er bis 1961 antrat) und seit 1955 bei Landtagswahlen von der 5 % Sperrklausel befreit. Im September 2013 hat das schleswig-​​​​holsteinische Verfassungsgericht die Befreiung des SSW von der 5 %-Sperrklausel für ver­ein­bar mit dem Prinzip der Stimmengleichheit erklärt.

Xaver, ein Sturm und eine Sturmflut

Xaver brachte die zweit­höchste Sturmflut seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Flut war in Hamburg 6,09 und in Husum 3,27 m über NN. Für Hamburg gilt: das waren 39cm mehr als 1962. 1962 sind 315 Menschen in der Flut gestorben.

Lokalradio in Schleswig-​​Holstein: Mehr Vielfalt oder Sargnagel für die Etablierten?

Seitens der Politik gibt es etwa seit dem Sommer die grund­sätz­li­che Bereitschaft, in Schleswig-​​​​Holstein auch Lokalradios zulas­sen zu wol­len. Das bringt Zeitungsverleger und die lan­des­wei­ten, pri­va­ten Radiosender auf die Zinne und es sorgt für Enthusiasmus bei denen, die sich etwa auf Sylt oder rund um Ratzeburg teils schon seit Jahren für Lokalradio enga­gie­ren. Am Montag hat sich zudem das Lokalradionetzwerk Radiogroup zum Thema geäußert.

Möbel Kraft in Kiel ist Unsinn, aber nicht wegen der erhaltenswerten Kleingärten

Seit eini­ger Zeit ver­folge ich nun schon die Diskussion um die Ansiedlung von Möbel Kraft an der Auffahrt zur A215 in Kiel, direkt neben dem IKEA. Die Argumente las­sen sich grob zusam­men­fas­sen mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Unterstützung des loka­len Baugewerbes. Die Argumente dage­gen umfas­sen den Schutz der Kleingärtner, die Erhaltung der Grünflächen und die Angst vor einem wei­te­ren Verlust von Kaufkraft in den Innenstadtlagen. Der Streit wird aus mei­ner Sicht recht emo­tio­nal geführt und mün­det nun wohl in einer Bürgerabstimmung, wenn ich den Berichten der KN zu die­sem Thema rich­tig gefolgt bin. Ich bin Unternehmer und mein Herz schlägt grund­sätz­lich für wirt­schaft­li­ches Wachstum, so dass ich grund­sätz­lich den Argumenten für eine Ansiedlung zustim­men möchte. Leider hat sich aber das Marktumfeld stark ver­än­dert – die Sinnhaftigkeit der gro­ßen 50.000m² Möbelhäuser ist mehr als frag­lich gewor­den und damit zweifle ich auch sehr stark die wirt­schaft­li­che Nachhaltigkeit einer Möbelkraftansiedlung in Kiel an.

Vertretungs-​​Feuerwehr — echte Nothilfe oder Symbolpolitik?

Unterrichtsausfall und befris­tete Angestelltenverträge für Lehrer waren zwei der viel­dis­ku­tier­ten Themen der letz­ten Wochen im Bildungsbereich. Nun scheint sich etwas zur Besserung der Lage zu bewe­gen, denn Bildungsminsterin Wende kün­digte ver­gan­gene Woche an, dass mit­hilfe von neun Millionen Euro aus Zensusmitteln und einem ent­spre­chen­den Maßnahmenpaket die Schulen im Land dazu befä­higt wer­den sol­len, dass sich die Unterrichtsversorgung vor Ort ver­bes­sert. Das besagte Maßnahmenpaket besteht aus fünf Bereichen. 1. Zusätzliche Stellen Mit Hilfe der finan­zi­el­len Ressourcen, die sich durch die Zensusmittel erge­ben, sol­len inner­halb der kom­men­den zwei Jahre 75 zusätz­li­chen Lehrerstellen geschaf­fen wer­den. Hiermit will man vor allem eine Abdeckung der Mangelfächer gewähr­leis­ten sowie eine Abwanderung von gut aus­ge­bil­de­ten Fachleuten in Mangelfächern ver­hin­dern, die sich in andere Bundesländern ori­en­tie­ren, da sie in Schleswig-​​​​Holstein keine feste Anstellung finden.

Der Landesschulelternbeirat hinterfragt die Bankrotterklärung für Bildung in SH

 Die Eltern, die im Landesschulelternbeirat aktiv sind, ver­tre­ten die Eltern der knapp 390.000 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Land Schleswig-​​​​Holstein und haben am Anfang der Woche in einer Pressemitteilung einen Brief an den Ministerpräsidenten Albig, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Eka von Kalben, den Vorsitzenden der SPD-​​​​Landtagsfraktion, Ralf Stegner sowie Lars Harms vom SSW ver­öf­fent­licht, in dem es um die Mangelwirtschaft in der Bildung in unse­rem Bundesland geht. Dieser Brief war bereits sechs Wochen vor­her direkt an die Adressaten sowie Bildungsministerin Wende und Finanzministerin Heinhold gegan­gen, doch wie die Landeselternvertreter for­mu­lie­ren, erhiel­ten sie dar­auf bis­her keine kon­struk­ti­ven  Reaktionen, was sie dazu bewog, die­sen nun öffent­lich zu machen. In die­sem Brief wer­den die Kürzungen ange­spro­chen, zu denen sich Schulen im Land gezwun­gen sehen, da sie mit den ihnen zuge­stan­de­nen Ressourcen nicht in der Lage sind, die Unterrichtsversorgung zu gewähr­leis­ten, die die Kontingentstundentafel vor­sieht. Ebenfalls wer­den die Stundenausfälle ange­pran­gert, die durch Krankheitsausfälle von Lehrkräften ent­ste­hen, die nicht ver­tre­ten wer­den kön­nen, da der Vertretungsfond für die­ses Kalenderjahr bereits auf­ge­braucht ist.

Kiel kann mehr als Ankerplätze bauen

In mei­nem Büro in Hamburg werde ich darum benei­det 2 – 3 Tage pro Woche aus dem Kieler Büro her­aus arbei­ten zu kön­nen. Gefühlt liegt das Büro für meine Hamburger Kollegen direkt am Strand. In der Realität ist es eine sehr sym­pa­thi­sche Bürogemeinschaft im Kieler Wissenschaftspark. Unter dem Label „Business Campus Kiel“ habe ich mir in den letz­ten bei­den Jahren die Arbeitsumgebung geschaf­fen, die ich als sehr pro­duk­tiv für wis­sens­in­ten­sive Berufe erachte. Mit Flipperautomat, Golfbahn und Dartscheibe erfüllt das Büro sicher­lich gän­gige Kreativklischees, aber für die­je­ni­gen die genauer hin­schauen liegt das Geheimnis in der Art der Zusammenarbeit.