Tag Archives: Bildung

Schleswig-​​Holstein entdecken mit der MuseumsCard

Eintritt frei in 70 ver­schie­dene Museen in Schleswig-​​​​Holstein und Dänemark — Die MuseumsCard für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre macht es mög­lich. Um sie nut­zen zu kön­nen, muss man sich ent­we­der eine der 95.000 gedruck­ten MuseumsCards in den Sparkassen in Schleswig-​​​​Holstein oder beim Landesjugendring in der Holtenauer Str. 99 in Kiel abho­len, sie down­loa­den und aus­dru­cken oder sich die ent­spre­chende App im iPhone Appstore oder bei google play herunterladen.

Juniorwahl zur Europawahl 2014

Am 25. Mai 2014 fin­det die Europawahl statt – wäh­len darf dort aber nur, wer über 18 Jahre alt ist und Bürger eines EU-​​​​Staates ist. Gut eine Woche vor­her sind Kinder und Jugendliche gefragt: Zur Juniorwahl kön­nen sie sogar ihr eige­nes Wahllokal eröffnen.

Vertretungs-​​Feuerwehr — echte Nothilfe oder Symbolpolitik?

Unterrichtsausfall und befris­tete Angestelltenverträge für Lehrer waren zwei der viel­dis­ku­tier­ten Themen der letz­ten Wochen im Bildungsbereich. Nun scheint sich etwas zur Besserung der Lage zu bewe­gen, denn Bildungsminsterin Wende kün­digte ver­gan­gene Woche an, dass mit­hilfe von neun Millionen Euro aus Zensusmitteln und einem ent­spre­chen­den Maßnahmenpaket die Schulen im Land dazu befä­higt wer­den sol­len, dass sich die Unterrichtsversorgung vor Ort ver­bes­sert. Das besagte Maßnahmenpaket besteht aus fünf Bereichen. 1. Zusätzliche Stellen Mit Hilfe der finan­zi­el­len Ressourcen, die sich durch die Zensusmittel erge­ben, sol­len inner­halb der kom­men­den zwei Jahre 75 zusätz­li­chen Lehrerstellen geschaf­fen wer­den. Hiermit will man vor allem eine Abdeckung der Mangelfächer gewähr­leis­ten sowie eine Abwanderung von gut aus­ge­bil­de­ten Fachleuten in Mangelfächern ver­hin­dern, die sich in andere Bundesländern ori­en­tie­ren, da sie in Schleswig-​​​​Holstein keine feste Anstellung finden.

Der Landesschulelternbeirat hinterfragt die Bankrotterklärung für Bildung in SH

 Die Eltern, die im Landesschulelternbeirat aktiv sind, ver­tre­ten die Eltern der knapp 390.000 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Land Schleswig-​​​​Holstein und haben am Anfang der Woche in einer Pressemitteilung einen Brief an den Ministerpräsidenten Albig, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Eka von Kalben, den Vorsitzenden der SPD-​​​​Landtagsfraktion, Ralf Stegner sowie Lars Harms vom SSW ver­öf­fent­licht, in dem es um die Mangelwirtschaft in der Bildung in unse­rem Bundesland geht. Dieser Brief war bereits sechs Wochen vor­her direkt an die Adressaten sowie Bildungsministerin Wende und Finanzministerin Heinhold gegan­gen, doch wie die Landeselternvertreter for­mu­lie­ren, erhiel­ten sie dar­auf bis­her keine kon­struk­ti­ven  Reaktionen, was sie dazu bewog, die­sen nun öffent­lich zu machen. In die­sem Brief wer­den die Kürzungen ange­spro­chen, zu denen sich Schulen im Land gezwun­gen sehen, da sie mit den ihnen zuge­stan­de­nen Ressourcen nicht in der Lage sind, die Unterrichtsversorgung zu gewähr­leis­ten, die die Kontingentstundentafel vor­sieht. Ebenfalls wer­den die Stundenausfälle ange­pran­gert, die durch Krankheitsausfälle von Lehrkräften ent­ste­hen, die nicht ver­tre­ten wer­den kön­nen, da der Vertretungsfond für die­ses Kalenderjahr bereits auf­ge­braucht ist.

Reaktionen auf den Beitrag zu Kurzzeitverträgen und Lohndumpig an Schleswig-​​Holsteins Schulen

  Der Beitrag im NDR Schleswig Holstein Magazin über die Missstände in Bezug auf Zeitverträge und Lohndumping an Schleswig-​​​​Holsteins Schulen, von dem das Landesblog am Tag der Ausstrahlung berich­tete, hat offen­sicht­lich nicht nur in den Lehrerzimmern des Landes für viele Diskussionen gesorgt, son­dern auch bei den Parteien, die an den dar­auf fol­gen­den Tagen mit ent­spre­chen­den Pressemitteilungen rea­gier­ten. So weist die bil­dungs­po­li­ti­sche Sprecherin der CDU-​​​​Fraktion im Schleswig-​​​​Holsteinischen Landtag, Heike Franzen, dar­auf hin, dass die Ministerin Waltraud „Wara” Wende „seit Monaten einen Bericht zu befris­tet arbei­ten­den Lehrkräften vor[bereite]. Wie kann sie in die­ser Situation behaup­ten, von der Situation keine Ahnung zu haben? Irgendjemand im Bildungsministerium muss die geschil­der­ten Verfahren schließ­lich ein­ge­führt haben“. Außerdem habe sie „bereits im Mai ange­kün­digt …, zumin­dest auf kurz­fris­tige Zeitverträge zu ver­zich­ten. Tatsache ist wei­ter, dass sie bis­lang auch auf Nachfrage dazu nichts vor­ge­legt hat.” Des Weiteren weist sie dar­auf hin, „dass wäh­rend der Amtszeit von Bildungsministerin Professor Wende die Zahl der befris­te­ten Verträge um 20 Prozent gestie­gen sei.” Diese Aussagen geben den Kollegen an der Basis natür­lich zu den­ken, denn im Fernsehbeitrag wirkte die Ministerin eher über­rascht von den Rahmenbedingungen, die an Schulen im Land herrschen.

Heimat und Welt passen zusammen —  Ja, und?

Bildungsministerin Wara Wende streicht das Heimat aus dem „Heimat– und Sachkundeunterricht“ (HSU), hieß es letzte Woche und schon wer­den die reak­tio­nä­ren Kräfte des Bildungspolitik aktiv. Was für ein Skandal, eine Ministerin ändert per Erlass den Namen eines Schulfachs, das an den schleswig-​​​​holsteinischen Grundschulen unter­rich­tet wird.

Unterrichtsausfall und nichts passiert

Unterrichtsausfall ist an vie­len Schulen in Schleswig-​​​​Holstein ein wich­ti­ges Thema und auch der Bildungsausschuss hat sich in sei­ner letz­ten Sitzung der Problematik ange­nom­men. Die Unterrichtsausfälle an Schulen wer­den über ein Informations– und Steuerungssystem namens ODIS  erfasst, wel­ches jedoch das Problem an sich nicht löst und die Bedarfe nur in begrenz­tem Maße abbil­det. So kann damit bei­spiels­weise nicht erfasst wer­den, in wel­chen Klassenstufen und Fächern Unterricht aus­fällt, was durch­aus inter­es­sant ist, wenn es sich um prü­fungs­re­le­vante Fächer in Abschlussklassen han­delt und nicht um den Textilunterricht in der Mittelstufe. Dazu ist eine Anpassung von ODIS erfor­der­lich und ebenso der an den Schulen ver­wen­de­ten Softwarelösungen, die zur Verwaltung von Schülern, Lehrern, Lehrerstunden, Stunden– und Vertretungsplänen und ähn­li­chem genutzt wer­den. Dafür gibt es in Schleswig-​​​​Holstein keine ein­heit­li­che Lösung, son­dern Schulen grei­fen auf ganz unter­schied­li­che Programme zurück, die mehr oder weni­ger gut mit­ein­an­der und ODIS harmonieren.

Schule neu denken

„Stell dir vor es ist Schule und alle gehen gerne hin!?“ — mit die­sem und ähn­li­chen Sätzen beschreibt Margret Rasfeld, Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin, ihre Schule. Sie war am ver­gan­ge­nen Donnerstag, zusam­men mit zwei Schülerinnen ihrer Schule, zu einem wei­te­ren bil­dungs­po­li­ti­schen Gespräch der „Plietsch“-Reihe unter Federführung der Grünen im Landeshaus ein­ge­la­den und über­zeugte mit ihren Über­le­gun­gen zur Zukunft von Schulen.

Ist Durchlässigkeit im Schulsystem ein Garant für gelingendes Lernen?

Die Veröffentlichung der aktu­el­len Studie der Bertelsmann-​​​​Stiftung über die Durchlässigkeit der Schulsysteme in Deutschland hat zwi­schen den Parteien für Diskussionen gesorgt. Die Studie hat unter­sucht, wie viele Schülerinnen und Schüler in den ein­zel­nen Bundesländern zwi­schen der fünf­ten und zehn­ten Klasse die Schulform wech­seln und wie viele davon auf– und abstei­gen. Grundsätzlich steht Schleswig-​​​​Holstein da mit 2,1 Prozent Schulformwechslern auf dem vier­ten Platz und gehört damit zu dem Bundesländern, in denen rela­tiv gese­hen eher wenige Schüler die Schulform wech­seln. Die Bundesländer in denen sehr häu­fig gewech­selt wird, sind Bayern (4,3 Prozent), Berlin (4,9 Prozent) und Bremen (6,1 Prozent). 

Vom Rand der Welt — Eine Polemik zur Sendung über Perspektiven für Schleswig-​​Holsteins Kultur

Anderthalb Stunden dau­erte die Talkrunde über Kultur in Flensburg. Sie wurde ver­an­stal­tet vom sh:z, der Phänomenta und dem Kulturbüro Flensburg sowie der Sparkassenstiftung und Sat.1 Regional.  Eingeladen waren zwei Politiker: die Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, Anke Spoorendonk, und der Oberbürgermeister der Stadt Flensburg, Simon Faber – beide gehö­ren dem SSW an. Die Interessen der Kulturschaffenden ver­tra­ten der Generalintendant des Landestheaters, Peter Grisebach, und die Theaterleiterin des Lübecker Combinale, Sigrid Dettlof. Für die Wirtschaft sprach der Hamburger Verleger und Vorsitzende des Stiftungsrates SHMF, Dr. Sven Murmann.