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Schleswig-​​Holstein im Kulturdialog: Rolf Teucher will Verlässlichkeit bei der Kulturförderung

Die aktu­elle kul­tur­po­li­ti­sche Debatte ver­läuft ruhig, zu ruhig, fand ich, und bat den Vorsitzenden vom Vorstand des Landeskulturverbandes Schleswig-​​​​Holstein, Herrn Rolf Teucher, schrift­lich um Antworten auf meine Fragen. Der Landeskulturverband ist ein Jahr älter als unsere Bundesrepublik. Eine Vielzahl von Kulturinstitutionen sowie kul­tu­rell aktive Vereine und Persönlichkeiten Schleswig-​​​​Holsteins sind darin Mitglied. Er sieht sich als unab­hän­gig, über­par­tei­lich und spar­ten­über­grei­fend. Der neun­köp­fige Vorstand und sein Beirat arbei­ten ehren­amt­lich. Einige ihrer Vertreter berief die Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, Anke Spoorendonk, in ihr Leitungsteam bzw. in eine ihrer vier Arbeitsgruppen. Gemeinsam mit ihnen und ande­ren Vertretern der Kulturszene Schleswig-​​​​Holsteins will sie bis Ende des Jahres Leitlinien für die künf­tige Kulturpolitik erar­bei­ten. Die sol­len 2014 im „Jahr der kul­tu­rel­len Bildung” im Parlament ver­ab­schie­det und anschlie­ßend sofort umge­setzt werden.  

Hundert bunte Merkzettel für die Ministerin — Vom Jahreskongress des Landeskulturverbandes Schleswig-​​Holstein

Bloß zwei Zeitungen aus Schleswig-​​​​Holstein berich­te­ten über den Kulturkongress des Landeskulturverbandes. Als wäre Kulturpolitik in Schleswig-​​​​Holstein ein Thema für Minderheiten, schwie­gen auch die Magazine und die öffentlich-​​​​rechtlichen Sender. Dabei ging es einen Tag lang im Rendsburger Nordkolleg um nicht weni­ger als den Beginn eines Diskurses über die Zukunft der Kultur im Land. Der Koalitionsvertrag schreibt den Anstoß einer kul­tur­po­li­ti­schen Debatte vor, in deren Verlauf zusam­men mit den Kulturschaffenden und Kommunen Leitlinien erar­bei­tet wer­den sol­len. Und obwohl bereits die Vorgängerregierung in den letz­ten Monaten ihrer Amtszeit diverse Veranstaltungen die­ser Art initi­iert hatte, folg­ten 140 Kulturinteressierte dem Aufruf vom Landeskulturverband: „Auf in die Zukunft – KulturLand Schleswig-​​​​Holstein“.