Bildungspolitik als Wahlkampfthema

Von | 16. April 2012

Die Landtagswahl rückt immer näher und eines der gro­ßen Wahlkampfthemen ist die Bildungspolitik in Schleswig-Holstein. Das ist nicht ohne Grund so, denn in der ver­gan­ge­nen Legislaturperiode wur­den von Seiten des Bildungsministeriums vie­le Entscheidungen getrof­fen, die für die betrof­fe­nen Eltern und Schüler eher zu mehr Verwirrung, denn zu Klarheit bei­ge­tra­gen haben. So wur­de nach der Einführung des Turboabiturs (G8) an Gymnasien und der Einführung von Regional- und Gemeinschaftsschulen die das Abitur in neun Jahren anbie­ten soll­ten, zurück­ge­ru­dert, indem die Gymnasien schluss­end­lich die Wahlfreiheit beka­men, auch wie­der G9-Klassen ein­zu­rich­ten. Das führ­te zu einer Schwächung der­je­ni­gen Schulen, die für das län­ge­re gemein­sa­me Lernen ste­hen soll­ten und mach­te es den Eltern umso schwe­rer, die rich­ti­ge Wahl für das eige­ne Kind zu tref­fen. Denn am Ende war nur noch schwer­lich zu durch­schau­en, wohin die Entwicklung geht. Des Weiteren wur­den Lehrerstellen und Differenzierungsstunden gekürzt und dann teil­wei­se wie­der von Kürzungen aus­ge­schlos­sen, was wenig nach­voll­zieh­bar war. Die Liste der frag­wür­di­gen Entscheidungen könn­te man sicher­lich noch wei­ter­füh­ren.

Wenn man sich nun die Situation an vie­len Schulen im Land anschaut, wird deut­lich, dass der Bedarf an Lehrern auf jeden Fall da ist und dass auf­grund von nicht aus­rei­chend zur Verfügung ste­hen­den Lehrern mit 2. Staatsexamen ver­mehrt Vertretungslehrer ohne absol­vier­tes Referendariat ein­ge­setzt wer­den müs­sen, wenn nicht sogar Studenten, die noch nicht ein­mal das 1. Staatsexamen abge­legt haben. Das so vie­le Vertretungskräfte ohne Referendariat zur Verfügung ste­hen, liegt vor allem dar­an, dass sich der prak­ti­sche Teil der Ausbildung nicht naht­los an das 1. Staatsexamen anschließt, son­dern lan­ge Wartezeiten auf einen Referendariatsplatz in Kauf genom­men wer­den müs­sen. Ebenso schlecht sieht es mit einer Übernahme in ein unbe­fris­te­tes Arbeitsverhältnis nach dem Referendariat aus, so dass sich vie­le Absolventen des 1. oder 2. Staatsexamens ent­schlie­ßen das Bundeland Schleswig-Holstein zu ver­las­sen und ihr Glück in ande­ren Bundesländern zu ver­su­chen.

Die Schule soll die Kinder und Jugendlichen dazu befä­hi­gen, am gesell­schaft­li­chen Leben aktiv teil­zu­neh­men und einen guten Abschluss zu erwer­ben, damit sie eine gute Ausbildung machen kön­nen und spä­ter zu einem pro­duk­ti­ven Mitglied der Gesellschaft wer­den kön­nen. Im Vergleich der Bildungssysteme der Bundesländer schließt Schleswig-Holstein regel­mä­ßig schlecht ab und liegt vor allem in den Bereichen Förderinfrastruktur, Betreuungsbedingungen, Akademisierung und Internationalisierung erschre­ckend weit hin­ten. Eine detail­lier­te Übersicht, wie die­se Daten zustan­de kom­men, kann im Bildungsmonitor 2011 nach­ge­le­sen wer­den.

Doch der Blick soll in die Zukunft gehen und des­halb ist es umso inter­es­san­ter, was die Parteien in ihren Wahlprogrammen zum Thema Bildung aus­füh­ren. Dieser Artikel erhebt kei­nen Anspruch auf Vollständgkeit, son­dern soll exem­pla­risch eini­ge Bereiche der Bildungspolitik her­aus­grei­fen und die unter­schied­li­chen Ansichten der Parteien dar­le­gen. Ebenso wenig soll der Artikel die Frage behan­deln, wie die bil­dungs­po­li­ti­schen Pläne der Parteien finan­zi­ell umge­setzt wer­den kön­nen, denn das wür­de den Rahmen spren­gen.

In einem Punkt sind sich alle Parteien einig: näm­lich in ihrem Einsatz für die Aufhebung des Kooperationsverbots zwi­schen Bund und Ländern im Bereich der Bildung. Darüber hin­aus gehen die Ansichten zum Teil weit aus­ein­an­der. So zum Beispiel im Bereich der durch Schülerrückgänge „frei” wer­den­den Lehrerstellen. Die SPD möch­te 50 Prozent die­ser Stellen im Bildungsbetrieb las­sen, wäh­rend die Grünen und der SSW 100 Prozent die­ser Stellen behal­ten wol­len. Die CDU äußert sich zu die­sem Thema nicht, betont nur die Menge der Ressourcen, die in einen Vertretungsstundenfonds gesteckt wer­den sol­len. Die FDP möch­te alle Schulen glei­cher­ma­ßen mit Planstellen ver­sor­gen, äußert sich aber nicht dar­über, was mit den „frei” wer­den­den Lehrerstellen gesche­hen soll.

Vorschulische Bildung

Im Bereich der vorschulischen Bildung wird von allen Parteien betont, dass die Qualifizierung der Erzieher weiter vorangetrieben werden muss und dass die Angebote der Kitas qualitativ hochwertiger werden sollen und die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule verbessert werden soll. Der Ausbau der Plätze, vor allem im Bereich der unter Dreijährigen liegt allen Parteien am Herzen, wobei die SPD und die Grünen in diesem Zusammenhang auch einen Fokus auf familienfreundlichere Betreuungszeiten legen. Während SPD, Grüne, Linke, Piraten und SSW langfristig eine kostenlose Betreuung in den Kitas als wichtig ansehen, sehen CDU und FDP eine sinnvolle Sozialstaffelung in Bezug auf die Beiträge für die Betreuung als Nahziel (so wie es derzeit bereits praktiziert wird). Die SPD und der SSW sehen als Nahziel das letzte Jahr der Kinderbetreuung vor dem Eintritt in die Grundschule als beitragsfreies Jahr realistisch.

 

Grundschulen

Für die Grundschulen plant die CDU Englischunterricht ab der 3. Klasse und sieht Leistungszeugnisse mit erläu­tern­den Berichten als den rich­ti­gen Weg der Bewertung. Dem ent­ge­gen­ge­setzt möch­ten die Linken den Druck durch Noten von den Schülern neh­men und sehen des­halb dif­fe­ren­zier­te Lernberichte als den rich­ti­gen Weg der Bewertungsrückmeldung an Kinder und Eltern. Die FDP will die Stundentafel der Grundschule erwei­tern. Der SPD kommt es im Bereich der Grundschule vor allem dar­auf an, die wohn­ort­na­hen Angebote zu sichern. Grüne und SSW wol­len ganz auf die schrift­li­chen Schulartempfehlungen in der vier­ten Klasse ver­zich­ten und sehen statt des­sen ein Beratungsgespräch der Lehrkräfte mit den Eltern als den rich­ti­gen Weg an, damit die pas­sen­de wei­ter­füh­ren­de Schule aus­ge­wählt wer­den kann. Im Falle einer lin­ken Bildungspolitik wären Schulartempfehlungen völ­lig obso­let, da sie eine gemein­sa­me Schule von der 1. bis zur 10. Klasse sehen.

Weiterführende Schulen

Nach der Grundschule steht für die Eltern die Entscheidung an, auf wel­che Art Schule sie ihr Kind nun schi­cken wol­len. Die CDU sieht das der­zei­ti­ge System aus Regional- und Gemeinschaftsschulen, sowie der Wahl zwi­schen G8- und G9-Gymnasien im Sinne des Schulfriedens als pas­send an, wei­ter­ge­führt zu wer­den und strebt nur inso­fern Änderungen an, als die Wahlfreiheit der Regional- und Gemeinschaftsschulen in Bezug auf abschluss­be­zo­ge­ne Klassen und Kurssysteme wei­ter aus­ge­baut wer­den soll­te. Nach der Prüfung, ob eine min­des­tens zwei­zü­gi­ge Oberstufe zustan­de kommt, soll­ten Gemeinschaftsschulen auch Oberstufen bekom­men kön­nen. Die FDP sieht das ähn­lich, plä­diert aber nicht nur im Sinne des Schulfriedens für G8 und G9 an Gymnasien, son­dern wirbt aktiv mit der Beibehaltung der Möglichkeit, das Abitur in neun Jahren an einem Gymnasium absol­vie­ren zu kön­nen. Auch sie sieht die Freiheit der Schulen in Bezug auf ihre Selbstbestimmung dar­in, dass über die Art und Weise der Differenzierung inner­halb der Schule alles mög­lich ist. Ganz im Gegensatz dazu sehen SPD, Grüne, SSW und Linke die Gemeinschaftsschulen als ein­zi­ge Alternative zu einem Gymnasium, an dem man in acht Jahren das Abitur erwirbt. Sie sehen die Gemeinschaftsschulen als Chancen für län­ge­res gemein­sa­mes Lernen und befür­wor­ten des­halb statt äuße­rer Differenzierung durch Kurse oder abschluss­be­zo­ge­ne Klassen eine ech­te Binnendifferenzierung, die nur dann umge­setzt wer­den kann, wenn aus­rei­chend Differenzierungsstunden zur Verfügung ste­hen. Ebenso sehen SPD, Grüne und Linke einen Ausbau der Oberstufen an Gemeinschaftsschulen als uner­läss­lich an. So kön­nen Schüler, die bis zur 10. Klasse die Gemeinschaftsschule besucht haben, dann ent­we­der im eige­nen Haus das Abitur machen oder dafür auf eine beruf­li­che Schule ihrer Wahl gehen. Gemeinsam mit der FDP befür­wor­ten  auch sie eine zügi­ge Umgestaltung der Regionalschulen in Gemeinschaftsschulen.

Im Bereich der Oberstufen sehen alle Parteien Handlungsbdarf bei der Ausgestaltung der Profiloberstufe. Nur die Linke lehnt die­ses Konstrukt ab und for­dert eine Rückkehr zum Kurssystem sowie eine Hochschulzugangsberechtigung durch den Abschluss einer Berufsausbildung.

Ganztagsschulen

Die SPD, Grünen, FDP und SSW erach­ten es als wich­tig, dass auch beruf­li­che Schulen den Ganztagsstatus zuer­kannt bekom­men, weil deren Unterrichtszeiten dies längst recht­fer­ti­gen. Damit ein­her­ge­hend soll­ten sie auch mit Mensen und Schulsozialarbeit aus­ge­stat­tet wer­den. Für alle wei­ter­füh­ren­den Schulen sieht es die CDU als wich­tig an, dass die Ganztagsangebote in Schulen aus­ge­baut wer­den, vor allem in Brennpunktvierteln. Auch die FDP sieht dies als nötig an, wenn der Bedarf vor Ort besteht. Die SPD möch­te in naher Zukunft alle Schulen in Schleswig-Holstein zumin­dest in offe­ne Ganztagsschulen umwan­deln, was auch dem Ziel der Piraten ent­spricht, die eine frei­wil­li­ge Ganztagsbetreuung als wich­tig erach­ten. Die Grünen sehen flä­chen­de­ckend gebun­de­ne Ganztagsangebote als den rich­ti­gen Weg für die Schullandschaft. In Bezug auf die Ausgestaltung der Ganztagsangebote ist man sich wie­der rela­tiv einig, dass Verbände, Vereine, Museen und ande­re Anbieter ver­mehrt ins Boot geholt wer­den müs­sen, um qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Ganztagsangebote zu gewähr­leis­ten.

Medienkompetenz und Demokratieerziehung

In Beug auf die Förderung der Medienkompetenz haben alle Parteien die Zeichen der Zeit erkannt und haben die­se als wich­ti­gen Punkt der schu­li­schen Erziehung mit in ihre Programme auf­ge­nom­men. Der SSW betont in die­sem Zusammenhang vor allem die Zusammenarbeit und Unterstützung des Offenen Kanals Kiel und der MAHSH. Die Grünen, Piraten und die Linken sehen außer­dem einen wich­ti­gen Fokus bei der Demokratieerziehung in den Schulen. Diese soll­te nach Ansicht der Grünen bereits in der 1. Klasse mit der Einübung des Klassenrats begin­nen. Auch eine Stärkung der Schülervertretungen und Möglichkeiten für mehr Mitbestimmung im Schulalltag wird betont.

Inklusion

Im Bereich der Inklusion ist Schleswig-Holstein ein Vorreiter, jedoch hapert es an der Umsetzung der Ziele vor Ort zum Teil noch gewal­tig. Alle Parteien haben Aussagen zur Inklusion in ihre Parteiprogrammen und befür­wor­ten die Erweiterung der inklu­si­ven Beschulung mit der Unterstützung von Förderzentren. Der SSW benennt deut­lich, dass im Bereich der Inklusion jedoch auch Evaluation statt­fin­den muss, um die Qualität der Bemühungen zu über­prü­fen. Die Grünen und Linken for­dern einen ver­mehr­ten und geziel­ten Einsatz von mehr Förderschullehrern und Heilpädagogen an Schulen.

Schulsozialarbeit

Im Bereich der Schulsozialarbeit spre­chen sich alle Parteien für eine Ausstattung aller Schulen mit Schulsozialarbeitern aus. Die Feinheiten lie­gen dabei im Detail, denn die pri­mä­re Rolle der Schulsozialarbeit liegt eigent­lich in der  Prävention und nicht im Auffangen von Problemfällen. Diese benennt jedoch nur der SSW als sol­che und for­dert, dass aus­rei­chend Schulsozialarbeiter in allen Schulen vor­han­den sein soll­ten, damit Prävention sinn­voll mög­lich ist. SPD, Grüne, Linke und Piraten for­dern mehr Schulsozialarbeiter an allen Schulen, die FDP hin­ge­gen spricht von spe­zi­fi­schen Bedarfen, die gedeckt wer­den soll­ten.

Berufliche Schulen

Hier spre­chen sich alle Parteien für eine Stärkung der beruf­li­chen Schulen aus und for­dern, die­sen mehr Eigenständigkeit zuzu­ge­ste­hen. Die SPD sieht die beruf­li­chen Schulen als wich­ti­ges Instrument an, um die Zahl der Schulabbrecher zu sen­ken, eben­so der SSW, der auf den Ausbau modu­la­rer Angebote setzt, die nach­ein­an­der auf­ein­an­der auf­bau­en. Gemeinsam mit den Grünen sehen sie Produktionsschulen nach däni­schem Vorbild als eine gute Möglichkeit der Förderung der beruf­li­chen Bildung. Die FDP möch­te Parallelstrukturen an beruf­li­chen Schulen redu­zie­ren und die Linken for­dern mehr Ausbildungsplätze bei den Landesbehörden, die zu 50 Prozent durch Mädchen besetzt wer­den sol­len.

Hochschulen

Die CDU, SPD, Grünen Linken und der SSW spre­chen sich expli­zit zu den drei Universitätsstandorten Flensburg, Kiel und Lübeck aus und wol­len die­se stär­ken. Die Medizinerausbildung an den Standorten Kiel und Lübeck in Verbindung mit dem UKSH soll erhal­ten blei­ben. Die SPD sieht Verbesserungen und Ausbau der BAföG-Förderung als wich­tig an, das Erststudium bis Masterabschluss soll gebüh­ren­frei blei­ben, let­ze­res sehen Grüne, FDP, SSW, Linke und Piraten genau­so. Beratungsangebote müs­sen aus­ge­baut wer­den, um die Studienabbrecherquote zu sen­ken.
SPD und Linke hal­ten es für nötig, den Ausbau der Studentenwohnheime zu ver­bes­sern, damit aus­rei­chend bezahl­ba­rer Wohnraum zur Verfügung steht. SPD, Grüne, Linke und Piraten sehen den Ausbau der Stellen und die ange­mes­se­ne Bezahlung für Juniorprofessoren und wis­sen­schaft­li­che Mitarbeiter als wich­tig an, vor allem die Linken spre­chen sich hier für einen Frauenanteil von 50 Prozent aus. Die FDP und die Linken spre­chen sich für mehr Möglichkeiten eines Teilzeitstudiums aus und die Linken for­dern dar­über hin­aus bes­se­re Betreuungsmöglichkeiten für Studierende mit Kindern. Die FDP spricht sich für eine stär­ke­re Zusammenarbeit von Universitäten mit pri­va­ten Unternehmen aus und sieht die Bologna-Reform kri­tisch und for­dert mehr Gestaltungsspielräume bei den Studiengängen, die Linke geht noch einen Schritt wei­ter und for­dert eine Rückkehr zu den alten Diplom- und Magisterstudiengänge als par­al­le­les Angebot.

Lehrerausbildung

SPD, Grüne und SSW befür­wor­ten eine Stufenlehrerausbildung für die Primarstufe, Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2. Die CDU und FDP hin­ge­gen sehen schul­art­be­zo­ge­ne Studiengänge für die Lehrerausbildung als den rich­ti­gen Weg an. Alle Parteien for­dern mehr Praxisnähe bei der Lehrerausbildung und die SPD will vor allem die prak­ti­schen Anteile im Hinblick auf Inklusion und Binnendifferenzierung erhö­hen. Die Grünen sehen einen ver­stärk­ten Fokus bei gemein­sa­mem Lernen, Ganztagsunterricht, Integration, bes­se­rer indi­vi­du­el­ler Förderung und bei einer enge­ren Kooperation der Schulen mit kom­mu­na­len Einrichtungen. Die FDP for­dert eine Lehrerausbildung aus „einem Guss” statt der jet­zi­gen Bachelor-Master-Variante. Die Piraten for­dern eine bes­se­re Ausbildung der Lehrer in Bezug auf Pädagogik und Medienkompetenz und die Linke for­dert eine direk­te Übernahme ins Referendariat ohne Wartezeiten. SPD und FDP beto­nen die Wichtigkeit einer ver­bes­ser­ten Berufschullehrerausbildung.

Sonstiges

Den kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nen Religionsunterricht sieht ein­zig die CDU noch als zeit­ge­mäß an, alle ande­ren Parteien befür­wor­ten einen kon­fes­si­ons­über­grei­fen­den Religionsunterricht oder Ethikunterricht, der auch reli­gi­ons­kund­li­che Elemente beinhal­tet. Die Piraten hal­ten einen ver­mehr­ten Einsatz von mul­ti­me­dia­len Unterrichtsmaterialien für wich­tig und plä­die­ren für einen ver­stärk­ten Einsatz von frei­en Onlinelernangeboten und frei­er Software an Schulen.
Die CDU und FDP haben einen star­ken Fokus auf der Förderung von Hochbegabten und bei­den wol­len die Diagnostik in die­sem Bereich unter­stüt­zen. Die ande­ren Parteien haben statt­des­sen ver­mehrt die Bildungsgerechtigkeit im Blick, die in den letz­ten Jahren in Schleswig-Holstein kei­ne gro­ßen Fortschritte gemacht hat.
In Bezug auf die Schülerbeförderungskosten spre­chen sich SPD, Grüne, SSW, Piraten und Linke für eine kos­ten­freie Schülerbeförderung aus, wäh­rend die CDU dazu kei­ne Angaben macht und die FDP den Kreisen die Entscheidung dar­über ber­las­sen möch­te.

Die Grünen spre­chen sich in ihrem Wahlprogramm deut­lich für einen Runden Tisch aus, an dem künf­tig par­tei­über­grei­fend über bil­dungs­po­li­ti­sche Inhalte dis­ku­tiert und Entscheidungen getrof­fen wer­den sol­len. Diese sol­len dann im bes­ten Fall für die nächs­ten zehn Jahre fest­ge­schrie­ben und auch bei einem Regierungswechsel nicht ange­tas­tet wer­den. Dieser Vorschlag scheint kon­struk­tiv zu sein, denn auch wenn Eltern, Schüler und Lehrer der vie­len Reformen, Erlasse und Veränderungen müde sind, ist die jet­zi­ge Variante des Schulsystems alles ande­re als gerecht und wird in der jet­zi­gen Form nicht dazu bei­tra­gen, Schleswig-Holsteins Platz bei bun­des­wei­ten Rankings zu ver­bes­sern.

Von:

Melanie Richter lebt seit mehr als 20 Jahren in Kiel, ist parteilos, seit 2010 Mitglied im Verein für Neue Medien Kiel e.V. und arbeitet in einer Kieler Gemeinschaftsschule.

7 Gedanken zu “Bildungspolitik als Wahlkampfthema”:

  1. Tim Schlotfeldt

    Danke Melanie, für die­se umfang­rei­che Übersicht zum Thema Bildung in den Wahlprogrammen der schles­wig-hol­stei­ni­schen Parteien.

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  2. Tade Peetz

    Siehe dazu als gute Übersicht auch http://www.ivl-sh.de unter dem Bericht „Bildungspolitik im Klammergriff der Parteipolitik”, unter dem die Antworten der Parteien auf sog. Wahlprüfsteine auf­ge­lis­tet sind.

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  3. Mutzke2

    Wenn Sie ‚die Situation an vie­len Schulen im Land anschaut’ for­mu­lie­ren, dann bele­gen Sie die­se bit­te auch! Sprechen Sie über eini­ge weni­ge — in länd­li­chen Regionen — oder über die Mehrzahl der Schulen?

    Welche Daten lie­gen für Ihre Formulierung ‚Bedarf an Lehrern auf jeden Fall da ist’ vor? Und kön­nen Sie objek­tiv bele­gen, das nicht aus­rei­chend Lehrer mit 2. Staatsexamen vor­han­den sind?

    Welche kon­kre­ten Daten kön­nen Sie dafür nen­nen, dass Lehrkräfte aus S-H ‚weg­lau­fen’?

    In der Tat könn­te die Aufhebung des Kooperationsverbots sinn­voll sein. Es glau­be aber nie­mand, dass Geld vom Bund nicht reflex­ar­tig dazu führt, dass der Bund Gegenleistungen for­dern wird. Ob die­ser Austausch von Haushaltsmitteln gegen Macht sinn­voll sein wird, blie­be abzu­war­ten.

    Verwiesen sei an die­ser Stelle noch auf den Kommentar zum Schulbericht des Rechnungshofes zum Schubericht 2009: http://www.landesrechnungshof-sh.de/index.php?getfile=aktuelleinformationenzumschulbericht2009.pdf
    Der LRH zitiert Olaf Köller vom IPN, Kiel:

    ‚Dabei wird deut­lich, dass die Rahmenbedingungen, die typi­scher­wei­se im Vordergrund von bil­dungs­po­li­ti­schen Reformen ste­hen (Reduzierung der Klassengröße, Schulstrukturen), weit­ge­hend irrele­vant sind. … Damit ver­bun­den sind sys­te­ma­ti­sche, lang­fris­tig aus­ge­rich­te­te Programme der Lehrerprofessionalisierung.“’

    Ebd. Quelle lie­fert Informationen der Relationen Schülerzahl vs. Lehrerzahl — die sich jah­re­lang ver­bes­sert hat:

    2007/​08 : -0,6% Schüler vs. +155 Lehrer
    2008/​09 : -1,2% Schüler vs. +70 Lehrer
    2009/​10 : -2,0% Schüler vs. +709 Lehrer
    2010/​11 : -1,4% Schüler vs. +255 Lehrer

    Und, nur falls noch das Thema Verbeamtung ange­spro­chen wer­den soll­te, so lese man das Wahlprogramm der FDP.
    http://www.konsequent-sh.de/files/1006/Wahlprogramm_2012-2017.pdf Dort wird vor­ge­rech­net, dass die gesamt­staat­li­che Verschuldung des Landes S-H nicht 73 Mrd EURO beträgt — son­dern durch Versorgungsansprüche für Beamte — haupt­säch­lich Lehrer — bei 110 Mrd EURO liegt.

    Unter der nicht unrea­lis­ti­schen Annahme, dass kei­ne Partei den schul­po­li­ti­schen Stein der Weisen gefun­den hat, erscheint eine 10-jäh­ri­ge Festschreibung eines Status-Quo min­des­tens frag­wür­dig.

    Würde mich freu­en, wenn Sie Ihr Aussagen objek­tiv und nach­prüf­bar bele­gen könn­ten. So unscharf könn­te Ihre Einleitung auch Teil eine Wahlprogramms sein. Auch wenn Ihr Artikel ‚kei­nen Anspruch auf Vollständigkeit’ erhebt, so soll­te er doch exakt sein.

    Schade…

    PS: Im Jahr 2011 soll­te Ihr Verein nicht mehr den Begriff ‚Neue Medien’ ver­wen­den. Die frag­li­chen Medien sind schon lan­ge nicht mehr neu…

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  4. M.Bienwald

    Sehr geehrte/​r Mutzke2,

    auch die schöns­ten Zahlenkolonnen auf dem Papier las­sen den Unterrichtsausfall , ergo Lehrermangel, an unse­ren Schulen nicht ver­schwin­den. Wichtig ist, was täg­lich deut­lich zu spü­ren ist: Stundenausfall, sog. Eigenlernzeiten, Lehrer, frisch von der Uni, die flucht­ar­tig und bei erst­bes­ter Gelegenheit unser Bundesland gen Niedersachsen ver­las­sen, Eltern, die in „ihren” Klassen wochen­lang Fachunterricht geben, weil der sog. „Vertretungsfonds” sei­nen Namen nicht ver­dient…

    Wenn Sie wei­te­re Berichte aus der Realität benö­ti­gen: Einfach mal eine Rundreise durchs Land machen und mit Betroffenen spre­chen. Wahlkampf über‚s Internet braucht kein Mensch.

    Mit freund­li­chem Gruß
    Eine Mutter

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    1. Mutzke2

      Ja, die Realität sieht anders aus. Aber sofern die­se Realität nicht mit har­ten Fakten belegt wird, blei­ben alle Argumente schwach…

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  5. Thomas Waskow

    Mit gro­ßem Interesse habe ich als Elternvertreter den Beitrag von Mutzke2 zur Bildungspolitik gele­sen. Ich bin ihm dank­bar, dass er sich die­ser Themen ange­nom­men hat.

    Es ist in der Tat so das das Ministerium seit gerau­mer Zeit ver­sucht uns Glauben zu machen alles sei gut. Leider ist es nicht so. Es ist längst eine gesi­cher­te Erkenntnis das gut Ausgebildete Lehrkräfte abwan­dern, selbst der Minister räumt dies ein, eben­so das bestimm­te Fächerkombinationen sehr schwer zu bekom­men sind.(Landeselternfachtag 17.03.2012)
    Vertretungsunterricht in den ver­schie­dens­ten Formen zählt ja auch nicht als Ausfall.
    ODIS soll hier noch ver­bes­sert wer­den.( Dr.Klug 17.3.2012) Darauf war­ten wir Elternvertreter
    schon sehr, sehr lan­ge.
    Weiterhin regt uns die Einführung des alten Dreigliedriegen Schulsystems auf, wir waren schon wei­ter.
    Dabei ist schon seit län­ge­rem klar: Dieses System wird unse­rer Gesellschaft nicht mehr gerecht.

    Pisa, meh­re­re Bertelsmann Studien, die Jakko-Studie, um nur eini­ge zu nen­nen, ver­deut­li­chen es immer wie­der: Die Bundesrepublik liegt dabei im unte­ren Mittelfeld und Schleswig-Holstein noch wei­ter unten. Politik ver­sucht uns die­sen Umstand, mit allen mög­li­chen Begründungen zu erklä­ren.

    Doch wie sieht es in Wirklichkeit aus?
    Pisa zeigt unmiss­ver­ständ­lich, dass der Schulerfolg der Kinder in Deutschland beson­ders eng mit dem Sozialstatus und der Ausbildung der Eltern ver­knüpft ist. Die Bindung der Bildungserfolge an die sozia­le Herkunft macht es Kindern aus unte­ren sozia­len Schichten deut­lich schwe­rer höhe­re Schulabschlüsse zu erlan­gen. Beängstigend zu sehen, wie sich immer mehr Verwaltungsfachleute und Statistiker in einem immer grö­ßer und teu­rer wer­den­den Apparat, mit dem Anspruch der Schule zu die­nen, eta­blie­ren. Und die­ser Apparat kann eine ein­fa­che Frage: „Wie groß ist der Unterrichtsausfall an schles­wig-hol­stei­ni­schen Schulen tat­säch­lich?”, nicht beant­wor­ten. Dabei ist es die ent­schei­den­de Frage. Denn nur wer unter­rich­tet wird, kann einen Schulabschluss erlan­gen.

    Lehren und Lernen schei­tern schließ­lich nicht dar­an, dass Lehrkräfte nicht gewusst hät­ten, zu wel­chem Zeitpunkt Schüler wel­che Wissensinhalte beherr­schen soll­ten. Sie schei­tern dar­an, dass sie sich in immer noch zu gro­ßen Klassen, unzu­rei­chend aus­ge­stat­tet, mühen müs­sen eine Unterrichtssituation her­zu­stel­len, die erfolg­rei­ches Unterrichten ermög­licht. Und die schwarz-gel­be Landesregierung fei­ert es auch noch als Erfolg, den Vertretungsfonds mit dem vor­her ein­ge­spar­ten Geld aus der Streichung von 600 Lehrerstellen zu ver­dop­peln. Wohl wis­send, dass es zu weni­ge Vertretungslehrer gibt.

    Wenn Schule gelin­gen soll, müs­sen wir auf­hö­ren Diskussionen um des „Kaisers Bart” zu füh­ren. Was außer­halb der Schule, ger­ne auch von Bildungspolitikern, ver­ges­sen wird: Kinder im Bildungsprozess vor­an­zu­brin­gen, ist – so sehr auch das, was Politiker und Verwaltungsfachleute tun, Wertschätzung ver­dient- etwas ande­res als das Entwerfen und Einheften von Niederschriften und Erlassen.

    Alles schu­li­sche Lehren und Lernen ist ein­ge­bet­tet in zwi­schen­mensch­li­che Interaktionen — Beziehungen- nur wenn die Chemie stimmt, stellt sich der Erfolg ein. Doch dazu brau­chen wir gut aus­ge­bil­de­te Lehrkräfte, die in der Lage sind fach­lich ver­sier­ten und päd­ago­gisch wert­vol­len Unterricht zu geben. Und das sowohl an den Gymnasien als auch an den Gemeinschaftsschulen — mit oder ohne Oberstufe.

    Es ist wich­ti­ger die Abiturquote zu stei­gern, den Kindern die Chance zu geben, ihr Potenzial zu ent­wi­ckeln und zu ver­wirk­li­chen.
    Wir kön­nen es uns als Gesellschaft aller­dings nicht mehr leis­ten Schulabbrecher zu pro­du­zie­ren, viel­mehr müs­sen wir durch Binnendifferenzierung dafür sor­gen, jedem Schüler den höchs­ten, für ihn erreich­ba­ren, Abschluss zu ermög­li­chen. Das ist jedoch nicht zum Nulltarif zu haben. Wir brau­chen gut aus- und fort­ge­bil­de­te Lehrer, ver­nünf­tig aus­ge­stat­te­te Schulen mit klei­ne­ren Klassen.

    Wir brau­chen mehr Lehrkräfte im System, die Aufgaben sind viel­fäl­ti­ger gewor­den und die Ansprüche gestie­gen. Leider fehlt es auch auf Elternseite immer wie­der an Verständnis für Lehrkräfte.
    60 Prozent aller Lehrkräfte sind Burn-out gefähr­det so Spiegel online. Und es ist rich­tig, Lehrkräfte mit einem hohem Maß an Idealismus ste­hen oft allei­ne da, wer­den nicht unter­stützt.
    Lieber dis­ku­tie­ren die Altvorderen über die Rückkehr zur alten Realschule oder zur Hauptschule als sich Gedanken über eine inno­va­ti­ve Schule zu machen. Torsten Albig hat ges­tern in einer Veranstaltung sehr schön beschrie­ben, dass das Ministerium wie­der für die Lehrer und Schulen da sein muss und nicht unge­kehrt. Das Ministerium soll alles dafür tun, damit Schule gelingt. Das haben vie­le ver­ges­sen.

    Thomas Waskow
    Vorsitzender Kreiselternbeirat der Gemeinschaftsschulen, Kreis Herzogtum Lauenburg
    Mitglied im Landeselternbeirat der Gemeinschaftsschulen

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  6. Mutzke2

    Vielen Dank für Ihren kom­pe­ten­ten Kommentar, Herr Waskow!

    Mit mei­nem Betrag lag es mir fern, für oder gegen das Ministerium zu argu­men­tie­ren. Oder gar für oder gegen eine Partei zu spre­chen. Vielmehr hal­te ich es für sehr unglück­lich, dass vie­le Diskussionen im Bildungsbereich wenig fak­ten­ba­siert erfol­gen.

    Sie schrei­ben ‚dass das Ministerium seit gerau­mer Zeit ver­sucht uns Glauben zu machen’. Nun ja, im Ministerium ist Politik im Spiel. Nicht nur die Aussagen der Hausspitze sind poli­tisch, son­dern natür­lich grund­sätz­lich auch die alle ande­ren Ebenen des Hauses. Mindestens poli­tisch beein­flusst.

    Um ein ech­tes Gegengewicht zu wer­den, sam­meln Sie doch ein­fach auch Fakten!

    Erstens kön­nen Sie das Informationsfreiheitsgesetz https://www.datenschutzzentrum.de/material/recht/ifg.htm nut­zen, wel­ches Ihnen das uni­ver­sel­le Recht gibt, sämt­li­che Informationen zu erhal­ten, die dem Ministerium, einem Schulamt oder einer Schule vor­lie­gen: Schriftliche auf Papier und elek­tro­ni­sche in Form von Parteien. Dafür müs­sen Sie nicht mal einen Grund nen­nen. Falls Sie nicht wei­ter­kom­men, steht Ihnen das Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein als Helfer zur Seite: https://www.datenschutzzentrum.de/informationsfreiheit/index.htm

    Und wenn Sie ODIS nicht trau­en, dann suchen Sie sich 2 – 3 schlaue Oberstufenschüler, die sich mit Programmierung von Webseiten aus­ken­nen und bie­ten Sie — dann gleich für alle Bundesländer — ein Internet-Programm an, wel­ches Stundendaten ein­sam­melt. Wenn Sie sich dann mit Ihrem Angebot mit einem ‚Eltern, ver­ei­nigt Euch!’ Aufruf an die Presse wen­den, dürf­te Ihr ‚Fakten statt Gefühl’ Projekt schnell Fahrt auf­neh­men. Und wenn Sie neue har­te Fakten lie­fern kön­nen, dann dürf­te der poli­ti­sche Diskurs span­nend wer­den…

    Sie soll­ten nicht war­ten, bis Ihnen die Bildungsadministration irgend­wann irgend­wel­che neu­en ODIS Daten lie­fert. Wer zu lang­sam ist, wird auch mal rechts über­holt!

    Ich mag Ihnen glau­ben, dass die Wirklichkeit stel­len­wei­se anders aus­sieht. Zweifel jedoch an, dass die Wirklichkeit über alle Schulen des Landes ähn­lich pre­kär ist. Abnehmende Schülerzahlen gegen­über (schwach) zuneh­men­den Lehrerzahlen müs­sen zu einem ande­ren Schluss füh­ren. Schulen im städ­ti­schen Raum dürf­ten regel­mä­ßig wesent­lich bes­ser ver­sorgt sein als Schulen im länd­li­chen Raum.

    Natürlich darf sich Bildungsadministration nicht pri­mär um Niederschriften und Erlasse küm­mern. Aber ohne geht es auch nicht. Zudem kann ich mir abso­lut nicht vor­stel­len, dass Mitarbeiter des MBK beson­de­ren Spaß am Verfassen von Vorschriften haben. Schließlich ist ein gro­ßer Teil der Mitarbeiter des Ministerium Lehrer.

    Als ich zur Schule ging, waren wir um die 30 Schüler pro Klasse. Vermutlich sind Schüler heu­te — min­des­tens an bestimm­ten Schulen oder in bestimm­ten Regionen — schwie­ri­ger.

    Mein Gefühl sagt mir eben­falls, dass klei­ne­re Klassen bes­ser sein müss­ten. Durch diver­se Studien wur­de aber belegt, dass dies nicht der Fall ist.

    Ebenso sagt mir mein Gefühl — ver­mut­lich, weil ich so erlebt habe — dass das drei­glied­ri­ge Schulsystem gut ist. Auch hier bele­gen diver­se Studien das Gegenteil.

    Was wirkt? Was wirkt nicht? Schauen Sie in die Meta-Meta-Studie von Prof. John Hattie: http://www.visible-learning.de/ und http://www.tes.co.uk/article.aspx?storycode=6005393 Prof. Köller hat hier http://www.emse-netzwerk.de/uploads/Main/EMSE13_Koeller_pp.pdf eine Zusammenfassung ver­fasst.

    Achtung: Die Präsentation von Prof. Köller wur­de für eine EMSE-Tagung ver­fasst. Emse ist ein Netzwerk von Mitarbeitern der Bildungsadministration: http://www.emse-netzwerk.de/

    Es mag sein, dass Lehrkräfte über­pro­por­tio­nal an Burn-Out lei­den. Fakt ist aber auch, dass Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit seit 1993 stark abge­nom­men haben: http://landesblog.de/2011/12/lehrer-hohes-hartes-friesengewachs-der-fruhpensionar-ist-geschichte/ — Vermutlich auch, weil sich die Regularien für Versorgungsansprüche geän­dert haben… Damit ver­hält sich die sozia­le Gruppe der Lehrkräfte sicher nicht anders als ande­re Gruppen. Aber wohl kaum wegen eines seit 1993 gestie­ge­nen Berufsethos, wie Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) am 7. Dezember 2011 for­mu­liert hat.

    Dass idea­lis­ti­sche Lehrkräfte oft aus­ge­grenzt und vom System ein­ge­for­dert wer­den, ist sicher rich­tig.

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