Ein ziemlich männlicher Landtag

Von | 7. Mai 2012

Ein Blick auf die Zusammensetzung nach Geschlechtern zeigt ein ein­deu­ti­ges, schlech­tes Bild: 22 weib­li­chen Abgeordneten ste­hen 47 männ­li­che Abgeordnete gegen­über. Der Anteil der Frauen beträgt damit 31,9 Prozent. In der jetzt aus­lau­fen­den Legislaturperiode betrug der Frauenanteil unter den Abgeordneten 35,7 Prozent.

Trübe sieht es bei den Piraten und der FDP aus. Nur je eins der sechs Mitglieder der Fraktion ist weib­lich (16,6 Prozent).

Nicht viel bes­ser steht die CDU da: In der CDU-Fraktion sind 5 Frauen unter den 22 Abgeordneten (22,7 Prozent).

Auf immer­hin 33,3 Prozent bringt es der SSW: Eine von drei Abgeordneten ist weib­li­chen Geschlechts.

In der SPD-Fraktion sind 9 von 22 (40,9 Prozent) weib­lich.

Einen Gleichstand zwi­schen Männern und Frauen herrscht bei den Grünen: Fünf der zehn Abgeordneten (50 Prozent) sind Frauen.

Betrachten wir die Zusammensetzung des Landtages nach Wahlkreisen, dann ent­de­cken wir 9 Frauen unter den 35 Direktkandidaten, das ent­spricht 25,7 Prozent. Bei den Listenkandidaten sind 13 von 34 weib­li­chen Geschlechts (38,2 Prozent).

Von:

Swen Wacker, 49, im Herzen Kieler, wohnt in Lüneburg, arbeitet in Hamburg.

12 Gedanken zu “Ein ziemlich männlicher Landtag”:

  1. Oliver Fink

    Bei der FDP ist es ein­deu­tig so, dass die Frauen bei den Wahlen um die vor­de­ren Listenplätze geknif­fen haben. Demgegenüber hat es Ekkehard Klug ris­kiert, gegen den Willen der Parteiführung auf Listenplatz 4 zu kan­di­die­ren, für den eine Frau „ein­ge­plant” war. Dieser Mut wur­de mit einem ful­mi­nan­ten Ergebnis belohnt.

    Politische Repräsentanz bedingt eben auch den Mut, eine Niederlage zu ris­kie­ren. Wer da kneift, schaut hin­ter­her auch zu. Schade, denn eini­ge der Kandidatinnen auf den nach­fol­gen­den Plätzen hät­ten mei­ner Partei gut zu Gesicht gestan­den. Aber dafür hät­ten sie halt auf den Plätzen 2, 5 oder 6 auch ein­mal mit Courage angrei­fen müs­sen.

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    1. Sebastian Maas

      Die FDP hat 8%, weil Ekkehard Klug auf Listenplatz 4 kan­di­dier­te? So beliebt kann er ja nicht sein, wenn er in sei­nem eige­nen Wahlkreis nur 3% der Direktstimmen bekam…

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      1. Oliver Fink

        Ich mein­te das Ergebnis auf dem Landesparteitag. :-)

        Seine Beliebtheit bei Eltern und Schülern wird in dem Maße stei­gen, in dem künf­tig wie­der Hand an das Schulsystem gelegt und bei­spiels­wei­se G9 beer­digt wird.

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    2. wally Röhrig

      Hallo,
      willst du damit sagen, dass die Frauen ind er FDP nicht kan­di­die­ren woll­ten?
      oder wie soll ich das ver­ste­hen: ” sie sind es sel­ber schuld , mal wie­der?????????”

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      1. Oliver Fink

        Ob sie nicht woll­ten oder nicht genug Traute hat­ten, weiß ich nicht. Sie haben es jeden­falls nicht getan. Und Kandidaturen sind not­wen­di­ge Voraussetzung dafür, einen Listenplatz zu errin­gen. Wie Du das ver­ste­hen willst, musst Du schon selbst wis­sen.

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  2. Theo

    weich­lich? oder weib­lich
    Das ist doch kei­ne Absicht, oder? ;-)

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    1. Swen Wacker Post author

      Das ist mir sehr pein­lich. Da waren mei­ne Augen heu­te Nacht wohl trü­be. Ich kor­ri­gie­re das

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  3. Steffen Voß

    Das aus­ge­gli­che­ne Verhältnis bei den Grünen liegt natür­lich dar­an, dass bei denen die Liste quo­tiert ist und alle Abgeordneten über die Liste ein­ge­zo­gen sind.

    Bei der SPD ist die Liste auf quo­tiert. In den Wahlkreisen sind aber von den Wählerinnen und Wählern mehr Männer direkt gewählt wor­den. Insofern das leicht unaus­ge­gli­che­ne Verhältnis.

    Bei Piraten und FDP kann man sehen, dass kei­ne Frauen ins Parlament ein­zie­hen kön­nen, wenn sich schon nicht die Parteien für Frauen ent­schei­den.

    Wenn die Parteien auf Ausgeglichenheit ach­ten, kann man von den Wählerinnen und Wählern nicht mehr ver­lan­gen auf Quotierung zu ach­ten. ;-) Da wird es immer Schwankungen geben (Diese Regel gilt erst als bestä­tigt, wenn auch ein­mal mehr Frauen als Männer gewählt wer­den.)

    Spannend wird noch ein­mal die Regierung. Torsten Albig hat mit Wara Wende ja schon eine Bildungs- und Wissenschaftsministerin vor­ge­stellt, mit der sicher auch die GRÜNEN und der SSW leben kön­nen.

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  4. Oliver Fink

    Wara Wende war die Dame, die letz­tens die Einführung von Studiengebühren gefor­dert hat, oder?

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      1. Sebastian Maas

        Muss ich jetzt doch schnell fer­tig wer­den mit mei­nem Abschluss? :D

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  5. Rainer Beuthel

    Auffällig ist, wie von Seiten der GRÜNEN kon­se­quent allein vom Spitzenkandidaten Robert Habeck die Rede war und ist. Auf Platz 1 stand aber Monika Heinold, immer­hin „die grü­ne Maggie Thatcher”. Anscheinend woll­ten sich die GRÜNEN hier ein femi­nis­ti­sches Feigenblatt vor­hal­ten — pein­lich: so tun als ob eine Frau an der Spitze steht, in Wirklichkeit wird Herr Doktor prä­sen­tiert.…

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