Bestätigung der Atomaufsicht: Chefin von Krümmel durchgefallen

Von | 9. Dezember 2010

Die Lübecker Nachrichten mel­den heu­te, dass die Atomaufsicht die Bestellung der von Vattenfall vor­ge­schla­ge­nen Leiterin des der­zeit abge­schal­te­ten Atommeilers in Krümmel ablehnt, weil die­se die prak­ti­sche Abschlussprüfung nicht bestan­den hat. In einer Presseerklärung bestä­tigt Justizminister Emil Schmalfuß die­se Darstellung nun:

Es stimmt, ich wer­de der Bestellung von Frau W. zur Kraftwerksleiterin in Krümmel der­zeit nicht zustim­men. Es ist Frau W. bis­lang nicht gelun­gen, die feh­len­de prak­ti­sche Erfahrung im Produktionsbereich hin­rei­chend zu kom­pen­sie­ren. Dies wäre jedoch zwin­gend Voraussetzung dafür gewe­sen, dass Frau W. die Aufgabe der Kraftwerksleiterin über­neh­men kann.

Der Justizminister, der auch der Atomaufsicht vor­steht, führt wei­ter­hin aus, dass sich die­se Maßnahme im Einklang mit dem „aktu­ell von den Atomexperten des Bundes und der Länder fest­ge­stell­ten Standard, dass der Leiter eines Kernkraftwerkes grund­sätz­lich eine Fachkundeprüfung für Schichtleiter in einem Kernkraftwerk bestan­den haben muss”, befin­de und für den Betreiber Vattenfall nicht über­ra­schend kom­men dürf­te:

Wir haben seit über einem Jahr wie­der­holt deut­lich gemacht, dass es Frau W. noch an die­ser Qualifikation für die Leitung eines Kernkraftwerks fehlt. Es liegt nun an Vattenfall, einen neu­en Vorschlag zu machen. Aus mei­ner Sicht darf das Kernkraftwerk Krümmel erst wie­der ans Netz gehen, wenn es eine neue Leiterin oder einen neu­en Leiter hat.

Update: Unbeabsichtigt ent­hielt der Text – wie auch die Pressemitteilung des Justizministers – bei der ers­ten Veröffentlichung den Klarnamen von Frau W. Ich habe die­sen aus Gründen der Wahrung der Persönlichkeitsrechte jetzt anony­mi­siert.

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