Durch die Woche mit dem Landesblog 3

Von | 16. Januar 2011

Den Terminreigen der 3. Woche des noch jun­gen Jahres 2011 eröff­net am Montag Ministerpräsident Carstensen, wenn er die Kieler Firma Planton besucht. Ein Labor, das sich unter ande­rem dar­auf spe­zia­li­siert hat, gen­tech­nisch ver­än­der­te Organismen  in Lebens- und Futtermitteln oder Saatgut nach­zu­wei­sen — und auf Vaterschaftstests.

Die Bildungslandtour der CDU macht am Abend Station in Flensburg.

Am Dienstag pas­siert was recht Seltenes. Erst 62 Ausländer haben den japa­ni­schen Orden „The Order of the Rising Sun” erhal­ten; Heide Simonis, Ministerpräsidentin a.D., erhält ihn mit „Gold Rays with Neck Ribbon”.  „Diese hohe Auszeichnung ist ein Zeichen der Wertschätzung für die ver­dienst­vol­le Arbeit, die Frau Simonis zur Förderung der freund­schaft­li­chen Beziehungen und des gegen­sei­ti­gen Verständnisses zwi­schen Japan und der Bundesrepublik Deutschland leis­te­te”, meint das japa­ni­sche Generalkonsulat. Sogar das Wort Weltfrieden kommt in der Begründung vor. Darunter machen wir es in Schleswig-Holstein eh nicht. Minister Emil Schmalfuß hält ein Grußwort. Ich bin mir nicht sicher, ob er das als Integrations- oder Gleichstellungsminister macht oder ob das schon ein Vorgriff auf die Habecksche Landesaußenpolitik ist.

Im Landtag trifft sich der Petitionsausschuss, wie immer nicht­öf­fent­lich.

Abends blickt die IHK Lübeck auf ihrem Neujahrsempfang rich­tig weit in die Zukunft:„Aufbruch 2030: Unserer Region gehört die Zukunft” und „2030 — Potentiale einer deutsch-däni­schen Zukunft” sind die Hauptreden über­schrie­ben, die sich unter ande­ren Ministerpräsident Carstensen anhö­ren kann, bevor er mit auf dem Podium dis­ku­tiert. Die IHK ist sich bei der Fehmarnbelt-Querung gewiss, plant aber schon zwei Jahre Verzögerung beim Bau ein und fragt: „Wo steht unser Land 2030, zehn Jahre nach Fertigstellung der Festen Fehmarnbeltquerung?

Der Wirtschaftsausschuss befasst sich am Mittwoch unter ande­rem mit der bereits im Landesblog dis­ku­tier­ten Neuordnung des Glücksspiels sowie der „regio­nal­öko­no­mi­schen Bedeutung der Universität Lübeck für den Wirtschaftsstandort Lübeck”.
Den Innen- und Rechtsausschuss zieht es heu­te nach Rendsburg, er besucht dort die Abschiebungshafteinrichtung Rendsburg.
Landtagspräsident Torsten Geerdts nimmt die Unterschriften, die die
Volksinitiative „Schulfrieden” gesam­melt hat, ent­ge­gen. Das Landesblog berich­te­te vor eini­ger Zeit.

In Kiel beginnt der zwei­tä­gi­ge Kongress Vernetzte Gesundheit. Gastgeber ist Gesundheitsminister Heiner Garg.

Die Bildungslandkarawane der CDU macht heu­te Abend in Neumünster Station.

Während Wirtschaftsminister Jost de Jager nebst Tross aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman zurück­kehrt, reist der Landtagspräsident am Donnerstag zu unse­ren nörd­li­chen Nachbarn und besucht unter ande­rem die Stadt Sonderburg, die sich als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2017 bewor­ben hat.

Peter Harry Carstensen küm­mert sich zum zwei­ten Mal in die­ser Woche öffent­lich um ein beson­ders in Dänemark belieb­tes Projekt, dass auch den Schleswig-Holsteinern nüt­zen soll. Er fährt dazu nach Eutin und über­gibt einen Förderbescheid fürs Regionalmanagement Fehmarnbelt-Querung.

Der Sozialausschuss beschäf­tigt sich der­weil, neben ande­ren Dingen, aus sei­ner Sicht mit dem glei­chen Thema, das am Dienstag schon den Wirtschaftsaussschuss bewegt hat­te: Der regio­nal­öko­no­mi­schen Bedeutung der Universität Lübeck.

„Energiewende — Jetzt erst recht!”  for­dert die Landtagsfraktion der SPD in Ahrensburg. Ursprünglich war der unlängst ver­stor­be­ne Hermann Scheer als Redner vor­ge­se­hen. Eckart Kuhlwein, Geschäftsführer des Umweltforums der SPD Schleswig-Holstein und Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, erset­zen ihn als Redner.

Am Freitag fin­det in Eckernförde der Neujahrsempfang des SSW statt. Günter Ernst-Basten vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein hält die Festrede.

Der letz­ter Halt der Bildungslandtournee der CDU ist in die­ser Woche in Lübeck.

Am Sonnabend bricht wohl jeder in der Landespolitik, der irgend­et­was mit Ernährung oder Landwirtschaft zu tun hat, nach Berlin auf. Die Grüne Woche öff­net ihre Tore, prä­sen­tiert vol­le Teller und füllt die Gläser der Gäste. Der Umwelt- und Agrarausschuss, auf das Nanogramm genau infor­miert über Dioxin in Schleswig-Holsteinischen Futtermitteln, fährt trotz­dem hin. Der Ministerpräsident ist übers Wochenende natür­lich auch da. Landtagspräsident Geerdts reist am Sonntag nach, wenn im Ballsaal des Steigenberger Hotels Berlin der Schleswig-Holstein Abend des Bauernverbandes und der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein statt­fin­det. Das Wort „grün” im Namen der inter­na­tio­nal bedeu­tends­ten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau hat übri­gens nichts mit unse­ren heu­ti­gen Assoziationen gesund, umwelt­be­wusst, nach­hal­tig, öko­lo­gisch zu tun, son­dern rührt von den Lodenmäntel her, die die ange­reis­ten Gäste von 100 Jahren tru­gen, hat die Berliner Morgenpost letz­tes Jahr her­aus­ge­fun­den.

Von:

Swen Wacker, 49, im Herzen Kieler, wohnt in Lüneburg, arbeitet in Hamburg.

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