Finanzspritze für regionale Kulturnetzwerke

Von | 8. Oktober 2014
Bienenkönigin © Maja Dumat / pixelio.de

Kulturakteure aus dem ländlichen Raum sichern die Vielfalt © Maja Dumat / pixelio.de

Schleswig-Holstein will sein kul­tu­rel­les Leben über soge­nann­te Kulturknoten orga­ni­sie­ren. Für die­se Netzwerktätigkeit garan­tiert das Land den dafür Verantwortlichen über 5 Jahre hin­weg einen fes­ten Zuschuss. Beim Kulturministerium bewer­ben kön­nen sich Institutionen, die bereits pro­fes­sio­nell auf­ge­stellt sind. Was von denen erwar­tet wird, zeig­ten drei Praxisbeispiele beim kul­tur­po­li­ti­schen Abend im Landeshaus.  

Unter dem Motto „Kultur macht mobil“ koope­rie­ren die Regionalgruppe der kul­tur­po­li­ti­schen Gesellschaft, das Kulturforum Schleswig-Holstein und der Landeskulturverband Schleswig-Holsteins. Ein Mal jähr­lich laden sie zu einer gemein­sa­men Veranstaltung in das Landeshaus. Vor drei Wochen fand dort ihr kul­tur­po­li­ti­sche Abend zum Thema „Wie orga­ni­siert sich Kultur vor Ort?” statt. Nach einem Impulsreferat zum Thema „Regionale Kulturkooperation“ vom Presse- und Kulturreferenten der Kreisverwaltung Marburg kün­dig­te Ministerin Anke Spoorendonk in ihrer Rede den Beginn der ers­ten Bewerbungsrunde für die Regionen Nordfriesland/​Nordschleswig und Dithmarschen/​Steinburg an. Vor zwei Tagen ging die Ausschreibung online. Bis zum 30. November läuft die Bewerbungsfrist. Ab 1. Januar 2015 sol­len die aus­ge­wähl­ten Kulturknoten mit ihrer Arbeit begin­nen. Wie die­se aus­se­hen kann, wur­de wäh­rend des kul­tur­po­li­ti­schen Abends bei­spiel­haft vor­ge­führt. Zwei Kulturnetzwerkerinnen und ein -Netzwerker stell­ten sich und ihre Arbeit den zahl­reich erschie­ne­nen Gästen vor.

Kreis Storman

Tanja Lütje ist Nachfolgerin von Dr. Friederike Daugelat im Amt als Kulturreferentin. Sie arbei­tet seit 2013 in Teilzeit bei der Kreisverwaltung Storman. Zu ihren Aufgaben zählt die Vermittlung zwi­schen Akteuren aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Politik und die Fortführung eta­blier­ter Kulturprojekte. Die in Hamburg woh­nen­de Kulturmanagerin kann dabei auf groß­zü­gi­ge Unterstützung durch die Kreiskulturstiftung der Sparkasse Stormarn bau­en, deren sechs­stel­li­ger Jahresetat den Hauptteil des Geldes aus­macht, den der Kreis in kul­tu­rel­le Aufgaben inves­tiert. Die Stiftung besteht seit 21 Jahren. Landrat Klaus Plöger ist Vorstandsvorsitzender.

Eckernförde

Mit „Butter bei die Fische“ stell­te sich Andrea Stephan vor. Sie über­nahm Ende 2011 im Rathaus Eckernförde die Stelle von Sven Wlassack, der in 23 Jahren Amtszeit Kultur zu einem Markenzeichen der Stadt ent­wi­ckelt hat. Vor knapp fünf Jahren wur­de der städ­ti­sche Kultur-Etat um ein Drittel auf einen fünf­stel­li­gen Betrag gekürzt. Die jun­ge Kulturmanagerin kam aus der Hauptstadt. Sie war beim Amt für Weiterbildung und Kultur im Bezirksamt Berlin-Mitte beschäf­tigt.

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Im Frühjahr bestell­te der Kreistag Reinhard Frank zum Kulturbeauftragten. Der 63-jäh­ri­ge führt die­se Position im Ehrenamt aus.  Als Mitbegründer des Kulturnetzes Rendsburg, Vorsitzender des Rendsburger Musikvereins und Dozent in der Erwachsenenbildung ver­fügt er über viel­fäl­ti­ge Kontakte zur städ­ti­schen Kulturszene Rendsburgs und dar­über hin­aus.

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panama
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das; Abk. f. Panorama (griech.). Unter diesem Namen postet Daniela Mett vermischte Nachrichten aus der bewohnten Welt Schleswig-Holsteins. Die ausgebildete Magazinjournalistin berichtet frei und unabhängig. Sie hat sich in 29 Berufsjahren spezialisiert auf Reportagen und Interviews - www.panama-sh.com.

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