Homo homini lupus

Von | 2. Juli 2015

Wir sehen ihn als Zeitungsaufmacher mit gefletsch­ten Zähnen und als Kuscheltier für die Kleinen. Kaum ein Thema mit Wildtieren hat in letz­ter Zeit für so anhal­tend viel Gesprächsstoff gesorgt, wie die seit 2007 im Land gesich­te­ten Wölfe. Dass es seit eini­gen Jahren wie­der Wölfe in Schleswig-Holstein gibt, bewegt die Bürgerinnen und Bürger. Und es for­miert Interessenvertreter. Denn es ist nicht nur das gro­ße Interesse, was das Thema aus­zeich­net. Praktischerweise haben die aller­meis­ten gleich eine sehr pro­non­cier­te Meinung dazu. Sie flet­schen die Zähne und sind in ableh­nen­der Abwehrhaltung – oder sie träu­men von knud­de­li­gen Wolfswelpen in Schleswig-Holsteinischen Urwäldern.

Tatsächlich lie­gen die Positionen der­je­ni­gen, die sich seit Jahren mit dem Wolf bereits beschäf­ti­gen, von die­sen bei­den Polen etwas ent­fernt. Sie lie­gen aber auch weni­ger weit von ein­an­der, als es oft den Anschein hat. Das zeig­te sich auch auf einer Veranstaltung des Umweltministeriums, bei der neben den Jägern und Schafzüchtern auch Naturschützer und ein Wissenschaftler zuge­gen war. Moderiert (!) wur­de der Abend übri­gens von Umweltminister Dr. Robert Habeck (GRÜNE). Das ist mei­nes Erachtens mehr als nur ein geschick­tes poli­ti­sches Signal. Doch dazu spä­ter.

Update: Der Umweltausschuss im Landtag erhält am 7.10.2015 einen Bericht des MELUR über die Arbeit des Runden Tisches „Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein“, der unter 18/​4923 ver­um­druckt wur­de.

Zunächst ein paar Fakten:

Über wie vie­le Wölfe reden wir?

Es gab im Land seit 2012 ins­ge­samt 22 Nachweise von Wölfen bis zum 19. Mai 2015 (Google Maps Karte bei sh:z). Dabei ist ein Nachweis von einem Hinweis zu unter­schei­den. Als Nachweis gilt ein Totfund, ein ein­deu­ti­ges Foto oder ein DNA-Nachweis anhand von Ausscheidungen, Körperteilen o.ä. Als Hinweis gilt bereits ein undeut­li­ches Foto, Spuren und Beobachtungen. Die Hinweise wer­den zwar auch doku­men­tiert, ledig­lich die Nachweise zäh­len aber in der offi­zi­el­len Statistik (wer einen Hinweis mel­den möch­te, fin­det die Formulare dafür auf den Seiten der Wolfsbetreuer).
Stets waren es Einzeltiere und mit einer Ausnahme Rüden. Dort, wo Gentests durch­ge­führt wer­den konn­ten, zeig­te sich, dass die Tiere auch von pol­ni­schen Wölfen abstamm­ten, nicht nur von den deut­schen Rudeln etwa aus Sachsen-Anhalt oder der Lausitz. Die Tiere wan­dern bis zu 1.000 km. So wur­de ein Wolf, der sich einen Sommer bei Bad Segeberg auf­hielt, spä­ter im däni­schen Nationalpark Thy auf­ge­fun­den.

Was weiß man über das Verhalten?

Jungwölfe bil­den ihr Verhalten zum über­wie­gen­den Teil durch Tradieren aus. Die Prägung in der Jugend beginnt ab etwa zwei Monaten und dau­ert an bis zum Alter von zwei Jahren. Das „Vorleben“ der Eltern ist dabei das bestim­men­de Element, aber auch die Rudelsoziologie, Umwelteinflüsse, ers­te Beuteerfahrungen sowie ers­te Kontakte mit Menschen und Verkehrsachsen spie­len eine wich­ti­ge Rolle. Daran, wie groß das Vorkommensgebiet von Wölfen ist, ist schon abzu­le­sen, dass Wölfe eine funk­tio­nie­ren­de natür­li­che Überlebensstrategie haben, die sie zu stän­di­ger Anpassung an sich ändern­de Umweltbedingungen ermög­licht

Das Verhalten von Wölfen im Rudel unter­schei­det sich übri­gens von dem eines wan­dern­den Einzeltieres. Die hier nach­ge­wie­se­nen Wölfe waren alle­samt „auf der Durchreise” und ohne sta­bi­les Territorium. Das zeigt sich nicht zuletzt an den in Dänemark nach­ge­wie­se­nen Tieren. Alle 19 haben zuvor Schleswig-Holstein durch­que­ren müs­sen. Einzeltiere sind nicht nur neu­gie­ri­ger, son­dern auch anpas­sungs­be­rei­ter, was das Beuteangebot angeht. Eine Übersicht des MELUR über Nutztierrisse durch Wolf bzw. Hund fin­det sich in Drs. 18/​3101 in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Kumbartzky (FDP).

Wie schnell steigt der Bestand?

In Schleswig-Holstein gibt es kei­nen Bestand, weil es kei­ne Rudel gibt, die einen Bestand sichern könn­ten. Von einem Bestand spricht man erst, wenn es Rudel oder Revierpaare gibt, die sich repro­du­zie­ren. Wölfe kom­men offen­bar her­vor­ra­gend mit der Nähe zu Menschen klar und kön­nen auch in dich­ter besie­del­ten Regionen leben, für die Aufzucht der Welpen aber brau­chen sie viel Ruhe und gro­ße Rückzugsgebiete. Die fin­den sie nicht in Schleswig-Holstein.

Aber, Umweltminister Habeck sag­te auch auf der Veranstaltung am 19. Mai in Kiel,

„wir müs­sen davon aus­ge­hen, dass wir immer wie­der wan­dern­de Wölfe in SH haben“.

Wolfsbetreuer spre­chen jedoch auch davon, dass eini­ge Annahmen bereits kor­ri­giert wer­den muss­ten. Offenbar lernt nicht nur der Wolf, sich an das Leben in der Nähe von Menschen anzu­pas­sen. Auch wir Menschen müs­sen erst ler­nen, inwie­weit Wölfe sich anpas­sen kön­nen. In Niedersachsen gibt es mitt­ler­wei­le fünf repro­du­zie­ren­de Rudel und wei­te­re Paarbildungen. Wie gesagt, noch ist das in Schleswig-Holstein nicht der Fall. Noch gibt es in Schleswig-Holstein ledig­lich Wanderwölfe.

VLUU L200 / Samsung L200

Viele Besucher kamen zur Informationsveranstaltung in Kiel

Wer ver­tritt wel­che Position?

Doch schon das wol­len die Schafzüchter im Land nicht hin­neh­men. Sie for­dern vor allem, dass dort, wo Wölfe Schafe het­zen oder gar rei­ßen, der Schadenersatz genau­so schnell und ein­fach gere­gelt wer­de wie in den Fällen, in denen ein Hundehalter auf sei­nen Haushund nicht auf­passt. Das ist gere­gelt in der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für ver­schie­de­ne Maßnahmen zur Sicherung des Bestandes zu- und durch­wan­dern­der Wölfe in Schleswig-Holstein, der soge­nann­ten Wolfsrichtlinie.

Zieht man ein­mal all die Emotionalität ab, die das Thema so schnell auf­lädt, dann zeigt sich, dass der so nahe­lie­gen­de Vergleich mit Haushunden die Debatte schnell ver­sach­li­chen kann. Während der Wolf als Wildtier her­ren­los ist (so defi­niert das BGB Wildtiere in §960), gehört jeder Hund einem Halter, der für ihn haft­bar ist, in den meis­ten Fällen sogar eine Haftpflichtversicherung hat. Reißt sich nun ein Ridgeback* von sei­nem Halter los und anschlie­ßend ein Deichschaf, haf­tet der Hundehalter, in die­sem Fall, weil er ihn eben nicht gehal­ten hat, und der Schäfer bekommt den wirt­schaft­li­chen Schaden ersetzt.

Genauso funk­tio­niert es bei Angriffen durch Hunde auf Menschen, die nicht bun­des­weit erfasst wer­den, von denen es aber allein in ein­zel­nen Bundesländern meh­re­re hun­der­te jähr­lich gibt. Angriffe von Wölfen sind erwar­tungs­ge­mäß weit­aus sel­te­ner: Der Linnell-Report lis­tet 59 Angriffe von Wölfen auf Menschen im Zeitraum von 1950 bis 2000 — für ganz Europa. Davon waren 38 Tiere toll­wü­tig. Insgesamt steht Forschung zu Wölfen in dich­ter besie­del­ten Gebieten noch am Anfang.

Bemerkenswerterweise hat der Landtag erst im Juni beschlos­sen, die soge­nann­te Rasseliste für gefähr­li­che Hunde zuguns­ten einer Einzelfallprüfung abzu­schaf­fen (Drs. 18/​3057). Auch hier ist eine Parallele zum Wolf: Denn ent­spre­chend wird auch bei ver­hal­tens­auf­fäl­li­gen Wölfen ver­fah­ren. Dort, wo Einzeltiere auf­fäl­lig wer­den, kön­nen sie amts­deutsch „ent­nom­men“, das heißt, getö­tet wer­den. Wie genau das dann abläuft ver­wal­tungs­recht­lich, ist noch immer nicht ein­deu­tig geklärt. Dass Wölfe sich dem Menschen nähern und auf­dring­lich wer­den, kommt vor allem dort vor, wo sie ange­füt­tert wor­den sind – iro­ni­scher­wei­se mit­hin ein men­schen­ge­mach­tes Problem (s.o. zu Verhalten).

Dr. Klaus-Hinnerk Baasch vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein

Dr. Klaus-Hinnerk Baasch vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein

Der Landesjagdverband for­dert des­halb, den Wolf ins Jagdrecht auf­zu­neh­men und ihm, wie bei den Seehunden, eine ganz­jäh­ri­ge Schonzeit zu geben. Als Schonzeit bezeich­net man die Phase im Jahr, in der das Wild nicht bejagt wer­den darf, etwa weil ein Abschuss von mit der Aufzucht der Jungtiere betrau­ten Tiere aus­ge­schlos­sen wer­den muss.

Hier besteht auch inner­halb der Jägerschaft noch ein gewis­ses Spannungsverhältnis. Denn die Jagdverbände haben sich zwar erfolg­reich als Naturschutzvereine (sie­he etwa Seehund) posi­tio­niert, in der Debatte wer­den sie jedoch oft als Lobby der Jägerschaft wahr­ge­nom­men.

Die Aufnahme ins Jagdrecht, so die Argumentation des Landesjagdverbandes, wür­de die Jägerinnen und Jäger ver­pflich­ten, den Wolf zu hegen. Außerdem erleich­te­re das Jagdrecht den – auch dann per Einzelgenehmigung frei­ge­ge­be­nen – Abschuss.

Dem wider­spricht das Landesumweltministerium (MELUR). Es ver­tritt die Auffassung, dass die der­zei­ti­ge Rechtslage einen Einzelabschuss sogar leich­ter mache, weil die Erlaubnis direkt durch das Ministerium gege­ben wer­den kön­ne, wäh­rend im Jagdrecht Ministerium und Untere Jagdbehörde sich abzu­stim­men hät­ten.

Die Naturschutzverbände ste­hen dem Wolf und sei­ner Rückkehr posi­tiv gegen­über. Mit Informationsmaterial und Aktionen wie dem „MittWOLF” klärt bei­spiels­wei­se der NABU auf:

Der Wolf ist als Rückkehrer in sein ehe­ma­li­ges Verbreitungsgebiet ein natür­li­cher Bestandteil unse­rer Ökosysteme. Seine Ausbreitung ist, wie die jeder ande­ren bedroh­ten hei­mi­schen Tierart, zu unter­stüt­zen und wird durch den NABU begrüßt.
In sei­nem Positionspapier lehnt der NABU des­halb auch eine Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ab.

Was steht zwi­schen den Zeilen?

Neben unter­schied­li­chen Rechtsauffassungen steht im Mittelpunkt des Streits zwi­schen Jägerschaft und MELUR/​Naturschützern aber noch etwas Anderes. Einigen Jägern und Verbandsvertretern geht es um etwas Grundsätzliches. Sie sehen in den Bemühungen von NABU und Co. eine Romantisierung und absicht­li­che Verharmlosung. Das geht so weit, dass davon die Rede ist, Naturschützer hät­ten Wölfe gezielt hin­ter der pol­nisch-deut­schen Grenze aus­ge­setzt bzw. Zäune geöff­net, damit Wölfe ein­wan­der­ten. Hinter sol­chen Aktionen ver­mu­ten man­che Jäger nicht nur Öko-Motive, son­dern auch wirt­schaft­li­che Interessen und wer­fen Umweltschutzorganisationen vor, mit dem Wolf auf Spendenfang zu gehen. Selbst der ehe­ma­li­ge Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat sich im April zu einer sol­chen Äußerung hin­rei­ßen las­sen und sprach von „gehei­men Aktivitäten”.

Was bleibt unterm Strich?

Als Jäger ärgert mich die­se unnö­tig unbe­hol­fe­ne Art, ein Thema anzu­ge­hen, für das es, wenn über­haupt, dann nur im Dialog mit allen Beteiligten eine Lösung geben kann. Ähnliches hat sich schon bei der Diskussion um blei­freie Munition gezeigt. Während seit Jahren in den Landesforsten nur blei­frei geschos­sen wur­de, wet­ter­ten Funktionäre und auf­ge­brach­te Einzelkämpfer in den ein­schlä­gi­gen Zeitschriften wei­ter gegen das Bleiverbot, als gin­ge es dar­um, die Jagd ins­ge­samt wür­de ver­bo­ten wer­den.

Als Interessenvertreter kann ich jeden Jäger ver­ste­hen, der aus Ärger über die Art und Weise, wie sei­ne Verbandsvertretung in der Diskussion auf­tritt, sei­ne Mitgliedschaft über­denkt. Ich hal­te es des­halb nicht nur für ein geschick­tes Manöver, wenn der Umweltminister eine Abendveranstaltung mode­riert, son­dern ich bin über­zeugt, dass dies der ein­zi­ge Weg ist, eine Lösung fin­den zu kön­nen. Indem näm­lich das Umweltministerium sei­ne Rolle als Plattform begreift, nicht als han­deln­der Akteur. Die Regeln müs­sen von denen erar­bei­tet wer­den, die davon betrof­fen sind. Die Aufgabe der Politik aber ist die Moderation die­ses Interessenausgleichs. Es ist nicht die Aufgabe, als Interessenvertreter ihrer­seits auf­zu­tre­ten. Vereinfacht aus­ge­drückt: Das Umweltministerium ver­tritt hier kei­ne Interessen, son­dern führt all die­je­ni­gen zusam­men, die ihr Interesse an dem Thema glaub­haft machen kön­nen, wie etwa die Schafzüchter, wie die Wolfsbetreuer, Jäger, etc.

Von diesem Exemplar geht gewiss keine Gefahr mehr aus

Von die­sem Exemplar geht gewiss kei­ne Gefahr mehr aus

Die Debatte um den Wolf in Schleswig-Holstein ist des­halb auch ein Lehrstück ver­ant­wor­tungs­vol­ler Interessenvertretung. Wenn es gelingt, die emo­tio­na­le Debatte zu ver­sach­li­chen und ihr einen Ort zu geben, an dem kon­kret an Lösungen gear­bei­tet wer­den kann — wie etwa Schadensersatzforderungen von Schäfern -, dann lau­fen unsach­li­che und Scheinargumente direkt ins Leere. Und wenn die betei­lig­ten Interessengruppen an einem Tisch sit­zen, dann wer­den Diffamierungen und Vorhaltungen als sol­che ent­larvt, noch bevor sie in der öffent­li­chen Debatte Schaden anrich­ten kön­nen. Weil die Interessenvertreter am run­den Tisch erken­nen, wer wirk­lich die Interessen sei­ner Mitglieder ver­tritt, und wer sich vor den Karren von Scharfmachern span­nen lässt.

 

* Hier hät­te auch Langhaardackel ste­hen kön­nen. Oder Dobermann. Oder Pudel.

Das Photo des flüch­ti­gen Wolfes ist in einem Münchener Gehege auf­ge­nom­men wor­den von Tambako und ist unter CC BY-ND 2.0 ver­öf­fent­licht. Alle im Artikel gezeig­ten Bilder sind von Daniela Mett auf der Veranstaltung am 19. Mai auf­ge­nom­men.

[Dieser Artikel wur­de am 8.7. nach dem Gespräch mit einem der Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein um eini­ge Informationen ergänzt]

Philipp Neuenfeldt
Von:

Philipp Neuenfeldt hat in Kiel Philosophie mit den Nebenfächern Psychologie und Pädagogik studiert. Er ist Associate in einer Berliner Public Affairs Beratung und berät Unternehmen in der politischen Kommunikation. Philipp ist Liberaler im Herzen, Schleswig-Holsteiner im Reisepass und Vater zweier Kieler Sprotten.

3 Gedanken zu “Homo homini lupus”:

  1. Stephan Grafe

    Guter und sehr sach­li­cher Artikel, den alle mit dem Thema Befassten lesen und sich zu Herzen neh­men soll­ten! MfG

    Reply
  2. Moritz

    Am Interessantesten ist eigent­lich die These am Schluss des Artikels, unab­hän­gig von der kon­kre­ten Wolfsproblematik: Die Landespolitik als ver­mit­teln­de Plattform zwi­schen ver­schie­de­nen Interessengruppen, die in einer breit ange­leg­ten Debatte einen trag­ba­ren Konsens fin­den. Meiner Auffassung nach aller­dings ein nicht unpro­ble­ma­ti­scher Ansatz. Im Geflecht ver­schie­de­ner Interessenvertretungen setzt sich oft die­je­ni­ge durch, die über ein ein grö­ße­res Ressourcenpotenzial ver­fügt — sei es nun finan­zi­ell, per­so­nal­tech­nisch oder auf Basis grö­ße­rer Expertise im ent­spre­chen­den Bereich. Das garan­tiert aller­ding bei wei­tem noch kei­ne Lösung, die dem Grot der Allgemeinheit zugu­te kommt.
    Genau hier muss sich also die Politik von der rei­nen „Plattformfunktionalität” lösen. Anregung und Input von den­je­ni­gen, die direkt betrof­fen sind — ja! Aber die tat­säch­li­che Ausarbeitung der Regeln soll­te im Ministerium lie­gen.
    Denn wenn die Wölfe nach SH zurück­keh­ren, betrifft das am Ende doch ein biss­chen uns alle.

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    1. Philipp NeuenfeldtPhilipp Neuenfeldt Post author

      Gebe Dir Recht.
      Dass das MELUR hier die Rolle des Moderators ein­nimmt, schließt aber auch nicht aus, am Ende des Diskurses wie­der zurück in die Fahrerkabine ein­zu­stei­gen.
      Im Gegenteil: Der Moderator sucht sich am Ende der Debatte die über­zeu­gends­ten Punkte her­aus und fasst sie für sich und das Plenum zusam­men.

      Analog gilt hier, dass nicht Jagd- oder Umweltverbände die Regeln for­mu­lie­ren wer­den, son­dern dies am Ende noch immer beim MELUR liegt.

      Der Gegenentwurf wäre, wenn das MELUR hier gleich zu Beginn eine dezi­diert kla­re Position ver­tre­ten hät­te, die es allen Interessenverbänden (und Bürgerinnen und Bürgern) erschwert hät­te, sich eben­falls ein­zu­brin­gen.
      Denn wenn zu Beginn bereits der Eindruck gewe­sen wäre, das Ministerium habe bereits eine kla­re Position, hät­ten Andere sich gar nicht erst betei­ligt oder den Diskurs außer­halb (bspw. in den Medien) aus­ge­tra­gen (s.o.).

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