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Was tun bei Nachwuchs-​​Mangel?

Der Trend geht zum Engagement in kurz­fris­ti­gen Projekten — eine Goldene Ehrennadel für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft bekommt da nie­mand mehr. Feuerwehr, Kirche, Politik: Viele gesell­schaft­li­che Strukturen sind aber dar­auf aus­ge­legt, dass sich Menschen lang­fris­tig ein­brin­gen. Der SPD-​​​​Bundestagsabgeordnete Sönke Rix aus dem Kreis Rendsburg-​​​​Eckernförde ist stell­ver­tre­ten­des Mitglied im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement und er beschreibt in sei­nem Gastartikel, was sei­ner Meinung nach getan wer­den müsste und was bereits getan wird.

Scout — Der Aufklärer für neue Medien

Die Vermittlung von Medienkompetenz ist nach wie vor ein wich­ti­ges Thema, nicht nur für Kinder und Jugendliche, son­dern eben­falls für Eltern und Multiplikatoren, wie Erzieher und Lehrkräfte. Das Schwierige an deren Vermittlung ist, dass sich die Medienwelt so schnell dreht und Materialien oft eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Das ist in ande­ren päd­ago­gi­schen Arbeitsfeldern, wie Sucht– oder Gewaltprävention nicht so. Umso wich­ti­ger ist es, auf kom­pe­tente Partner zurück­grei­fen zu kön­nen, die infor­ma­tio­nell auf der Höhe der Zeit sind und den Multiplikatoren bera­tend zur Seite ste­hen können.

Das Werk der Politik und der Beitrag der Medien

Die soge­nannte Poli­tik– oder Par­tei­en­ver­dros­sen­heit soll der Grund sein dafür, dass immer weni­ger von ihrem Wahl­recht Gebrauch gemacht haben. Wer sich in den Kom­men­ta­ren auf den Web­sites der Tages­zei­tun­gen oder zum Bei­spiel auf den Poli­ti­ker­sei­ten bei Face­book anschaut, sieht wel­ches Bild viele Men­schen von „der Poli­tik” haben: Alle Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker seien unter­schieds­los ego­mane Ver­bre­cher, die von bösen Lob­bys gelenkt wer­den und sich aus­schließ­lich selbst bereicherten.

Ein sympathischer Volkstribun?

Der Vorsitzende der Schleswig-​​​​Holsteinischen FDP-​​​​Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki, ist der große Gewinner des neuen Polittalks von Stefan Raab, „Absolute Mehrheit”. Mit 42,6% der Stimmen konnte der libe­rale Politiker zwar das namens­ge­bende Ziel der Sendung nicht errei­chen, stellte seine Mitbewerber damit aber den­noch in den Schatten. Den zwei­ten Platz errang inter­es­san­ter­weise der linke Hamburger Bundestagsabgeordnete und gebür­tige Schleswig-​​​​Holsteiner Jan van Aken. Wie konn­ten zwei Politiker, deren Parteien bun­des­weit mit der Fünf-​​​​Prozent-​​​​Hürde zu kämp­fen haben, bei einem sol­chen Event so viel Zustimmung erhalten?

2. Kieler Messe für mehr Medienkompetenz

Netze haben in der Natur und im Alltag vie­ler­lei Funktionen und kön­nen Dinge zusam­men­hal­ten, ver­bin­den oder auf­fan­gen, man kann sich in ihnen aber auch ver­stri­cken und sie kön­nen dadurch zu einer Gefahr wer­den. Ähn­lich ist es auch bei sozia­len Netzen und des­halb sind vor allem die­je­ni­gen besorgt, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, weil die Vermutung nahe­liegt, dass diese sich nicht aus­rei­chend der Gefahren und Risiken bewusst sind, über die sie in sozia­len Netzen stol­pern kön­nen. Ebenso wenig bewusst sind sich aber oft die Besorgnisträger, wel­che Chancen und Möglichkeiten soziale Netze bie­ten, vor allem wenn man mit Kindern und Jugendlichen arbei­tet. Die 2. Kieler Messe für mehr Medienkompetenz hat sich des­halb in die­sem Jahr vor allem den Umgang mit sozia­len Netzwerken auf die Fahnen geschrie­ben und wird am 5. Mai im Rathaus eine Vielzahl von Angeboten bereit­hal­ten, die „einen sichere Pfad durch den „Dschungel“ der sozia­len Netzwerke auf­zei­gen”. In der Pressemitteilung der Abteilung Jugendschutz der Landeshauptstadt Kiel wird auf zahl­rei­che Stände hin­ge­wie­sen: „An den Messeständen auf dem Flur vor dem Ratssaal kön­nen sich Eltern, Lehrkräfte und päd­ago­gi­sche Fachkräfte sowie alle ande­ren Interessierten dar­über infor­mie­ren, wie Kinder davor geschützt wer­den kön­nen, ihre Facebook-​​​​Profile für jeden sicht­bar und zugäng­lich zu machen. Die Förde-​​​​vhs zeigt bei­spiels­weise, wie ein Benutzerkonto best­mög­lich vor unbe­rech­tig­ten Zugriffen geschützt wer­den kann und wel­che Einstellungen ange­klickt wer­den müs­sen, damit per­sön­li­che Daten für Unbefugte nicht sicht­bar sind. Die Verbraucherschutzzentrale bie­tet auch in die­sem Jahr eine kos­ten­freie Erstberatung an, die hilf­reich sein kann, wenn Familien in eine der soge­nann­ten Internetfallen getappt sind. Schüler der Humboldt-​​​​Schule stel­len vor, wie über einen Facebook-​​​​Account eine Schülerfirma funk­tio­nie­ren kann und wie sich das soziale Netzwerk für Marketingzwecke ein­bin­den lässt. Weitere Teilnehmer der Messe sind die Medienanstalt Hamburg/​​Schleswig-​​​​Holstein, die Aktion Kinder– und Jugendschutz e.V., das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz, der Verein Frauen Sucht Gesundheit e.V., die Evangelische Stadtmission, das Netzwerk Save-me-online.de, der Verein Schulen ans Netz e.V., die Polizeidirektion Kiel, der Offene Kanal Schleswig-​​​​Holstein, die Stadtbücherei, die Jugend– und Mädchentreffs der Landeshauptstadt Kiel und die Jugendschutzstelle.” Zusätzlich zu vie­len Ständen, an denen die ver­schie­dens­ten Institutionen ihr bera­ten und infor­mie­ren, wird es ein Rahmenprogramm mit Impulsvorträgen, dem krea­ti­ven Umgang mit dem Phänomen soziale Netzwerke und eine Podiumsdiskussion geben. Weitere Informationen über die Veranstaltung fin­det man unter www.kiel.de/jugendschutz. Programm der 2. Kieler Messe für mehr Medienkompetenz Sonnabend, 5. Mai, 12.30 bis 18 Uhr, im Kieler Rathaus, Zugang über Rathauseingang Waisenhofstraße, Eintritt frei Flur vor dem Ratssaal: 12.30 bis 18 Uhr Messestände Kleine Snacks sowie Kaffee und Kuchen hält das Jugendaufbauwerk Kiel gegen ein gerin­ges Entgelt bereit. Im Ratssaal: 12.30 Uhr Musikalischer Einstieg: Der Chor der Theodor-​​​​Storm-​​​​Gemeinschaftsschule prä­sen­tiert einen selbst­ge­schrie­be­nen Facebook-​​​​Song Anschließend Eröffnung durch Stadtrat Adolf-​​​​Martin Möller 13.30 Uhr Impulsreferat „Das Prinzip sozia­ler Netzwerke am Beispiel von Facebook“ von Dr. Boris Wita, Verbraucherzentrale Schleswig-​​​​Holstein 14.10 Uhr Impulsreferat „Datenschutz bei Facebook, Google & Co.: Echte Freunde tei­len alles?“ von Henry Krasemann, Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-​​​​Holstein ULD 15.45 Uhr Theaterstück der Theodor-​​​​Storm-​​​​Gemeinschaftsschule zum Thema „Medienverbot oder Dauerdaddeln. Regeln und Grenzen im Umgang mit Medien in der Familie.“ 16.10 Uhr Impulsreferat „Anleitung für Facebook-​​​​Einstellungen“ von Peter Schnoor, freier Redakteur 16.50 Uhr Podiumsdiskussion zum Thema „Wie unter­schied­lich wird Facebook genutzt?“ mit Peter Schnoor, freier Redakteur, Timo Augustin, Jugendtreff Elmschenhagen, Oliver Noelle, Förde-​​​​vhs, Melanie Richter, Lehrerin der Leif-​​​​Eriksson-​​​​Gemeinschaftsschule und Fiete Stegers, NDR Online und Multimedia; Moderation durch Benedikt Stubendorff

Das Bildungsministerium twittert

Allmonatlich bekom­men die Lehrerinnen und Lehrer in Schleswig-​​​​Holstein dank dem Newsletter des Bildungsministeriums die neus­ten Informationen rund um Schule, Kita und Bildung im Bundesland. Unter ande­rem wird man dar­über an das Lesen des „Nachrichtenblattes für das Schleswig-​​​​Holsteinische Schulwesen” erin­nert. Dieses Blatt hat eine lange Tradition und in einem schul­recht­li­chen Erlass aus dem Jahre 1949 ist zu lesen: „Die im Nachrichtenblatt ver­öf­fent­lich­ten fach­li­chen Weisungen sind jedoch für alle in Betracht kom­men­den Stellen des Schulwesens unmit­tel­bar ver­bind­lich.” Mittlerweile ist es als hand­li­che .pdf-​​​​Datei ver­füg­bar und hält die schleswig-​​​​holsteinischen Lehrkräfte auf dem Laufenden. Neben besag­tem Nachrichtenblatt erfährt man per Newsletter auch andere inter­es­sante Neuigkeiten aus der Bildungswelt, so zum Beispiel, dass das Bildungsministerium twit­tert — und das schon seit dem 11. August. Leider scheint sich diese Innovation noch nicht wirk­lich her­um­ge­spro­chen zu haben, denn KultusSH hat erst elf Follower. Bedenkt man, dass das Ministerium für 852 Schulen zustän­dig ist, in denen rund 28.000 Lehrerinnen und Lehrer arbei­ten, sind das nicht viele.

Verbände kritisieren neuen GEZ-​​Staatsvertrag

Das Gute vor­weg: Der Entwurf für den neuen GEZ-​​​​Staatsvertrag kommt ohne Netzsperren aus. In ande­ren Feldern sieht es nicht ganz so gut aus. Ich hatte auf die Kritik an der neuen GEZ-​​​​Haushaltsgebühr schon hin­ge­wie­sen. Gegenüber dem Landesblog hatte der schleswig-​​​​holsteinische Datenschützer Thilo Weichert ein ernüch­tern­des Fazit gezo­gen: „Damit geht die GEZ-​​​​Spitzelei unter neuem Label unge­bremst wei­ter“. Mittlerweile gehen beim Landtag nach und nach die schrift­li­chen Stellungnahmen der ange­hör­ten Verbände ein.