Der wilde Norden - Kommentar zur Neufassung des LNatSchG

Schleswig-Holstein soll wil­der wer­den. Anfang 2016 will der Landtag über eine Neufassung des Landesnaturschutzgesetzes abstim­men. Beim 21. Naturschutztag in Rendsburg erklär­te Umweltminister Robert Habeck: „Wenn wir Akzeptanz für mehr Wildnis in Schleswig-Holstein errei­chen wol­len, müs­sen wir die Menschen ein­bin­den. Sie müs­sen Wildnis als etwas Faszinierendes haut­nah erle­ben kön­nen”. Das klang nach mehr Freiheit.

Eine wilde Idee!? Debatte um das Landesnaturschutzgesetz

Es nützt nichts, wenn ich mir alles anhö­re und mich danach oben auf den Kipper stel­le und den Landwirten, den Jägern, den Fischern und den Waldbesitzern als Agrarphi­losoph die Welt erklä­re, wie sie ist, und sage, ich habe am Ende recht. – Hauke Göttsch, CDU-Landtagsfraktion Bei kaum einem Gesetzentwurf schla­gen im poli­ti­schen Schleswig-Holstein die Wellen […]

Status Quo: Der Wolf in Schleswig-Holstein

Der Wolf ist zurück in Schleswig-Holstein. Das ist erst­mal nichts Neues. Seit 2009 gibt es in Schleswig-Holstein auch extra ein „Wolfsmanagement”, also eine vom Umweltministerium SH (MELUR) beauf­sich­tig­te Einrichtung, die sich mit den durch Wölfen ver­ur­sach­ten Schäden beschäf­tigt, über die Tiere auf­klärt und die gemel­de­ten Sichtungen erfasst und bewer­tet. Doch in den ver­gan­ge­nen sechs Jahren hat sich die Situation geän­dert: Es gibt inzwi­schen weit­aus mehr nach­ge­wie­se­ne Wölfe im Land und es wer­den weit­aus mehr geris­se­ne Tiere gemel­det. Da bei jedem Wolfs-Verdacht erst eine tier­ärzt­li­che Untersuchung des geris­se­nen Tieres gemacht wer­den muss, ist die Belastung der ehren­amt­li­chen „Wolfsbetreuer” def­tig ange­stie­gen.

Homo homini lupus

Wir sehen ihn als Zeitungsaufmacher mit gefletsch­ten Zähnen und als Kuscheltier für die Kleinen. Kaum ein Thema mit Wildtieren hat in letz­ter Zeit für so anhal­tend viel Gesprächsstoff gesorgt, wie die seit 2007 im Land gesich­te­ten Wölfe. Dass es seit eini­gen Jahren wie­der Wölfe in Schleswig-Holstein gibt, bewegt die Bürgerinnen und Bürger. Und es for­miert […]